Neue Oberfläche, Projektformat und Clip-Modell
Audacity 4.0: Großer Umbau des freien Audioeditors
Der freie Audioeditor Audacity ist in Version 4.0 erschienen und bringt einen umfassenden Umbau. Die Entwickler haben die Oberfläche auf Qt neu aufgebaut und zugleich die Arbeit mit Audioclips verändert.
Clips lassen sich freier bearbeiten
Clips können direkt ausgewählt und gemeinsam verschoben, gekürzt oder zeitlich gestreckt werden. Mehrere Clips lassen sich zudem gruppieren, sodass sie beim Verschieben, Kopieren oder Duplizieren zusammenbleiben. Auch der Wechsel zwischen Mono- und Stereo-Spuren ist möglich.
Für Schnitte gibt es ein eigenes Werkzeug. Ein Druck auf S genügt, anschließend kann direkt in die Wellenform oder auf den Clip-Kopf geklickt werden. Audacity ergänzt Ausrichtungshilfen, Einrasten an Sample-Grenzen und projektbezogene Snap-Einstellungen.
Die neue Qt-Oberfläche unterstützt hochauflösende Displays nativ. Werkzeugleisten und Bereiche lassen sich verschieben, andocken oder frei platzieren. Mit Workspaces können Nutzer komplette Anordnungen sichern. Drei Varianten bringt Audacity mit. Die Oberfläche war bereits mit Audacity 3.6 überarbeitet worden, Version 4.0 setzt umfangreicher an.
Neues Projektformat, noch nicht alles zurück
Mit Audacity 4 hält auch das neue Projektformat .aup4 Einzug. Projekte im bisherigen .aup3-Format werden beim Öffnen konvertiert, die Ausgangsdatei bleibt unangetastet. Zurück in .aup3 speichern lässt sich ein konvertiertes Projekt nicht. Damit folgt auf das 2021 eingeführte .aup3-Containerformat erneut ein Wechsel der Projektstruktur.
Die auf GitHub veröffentlichten Update-Hinweise nennen zugleich mehrere Funktionen, die in Audacity 4.0 noch fehlen. Dazu zählen Time Tracks, MIDI-Spuren, Mixer, Macro Manager, Scripting Pipe sowie VAMP- und LADSPA-Plugins. Auch einzelne Export-, Analyse-, Rendering- und Effektfunktionen sind noch nicht vollständig zurück. Sync-Lock und die bisherigen Werkzeugmodi wurden durch neue Arbeitsweisen ersetzt.
Wer Alternativen sucht, findet je nach Einsatzzweck unterschiedliche Ansätze. Ardour richtet sich mit seiner umfangreicheren Audio- und MIDI-Bearbeitung eher an fortgeschrittene Anwender. Für den schnellen, unkomplizierten Schnitt einzelner Audiodateien bleibt dagegen Ocenaudio eine schlankere Option.



Ist das Datenschutz technisch immer. Ich so ein Desaster?
Was genau meinst Du?
Er meint das hier: https://www.ifun.de/neue-audacity-eigner-irritieren-mit-neuen-nutzungsbedingungen-172488/
Wofür sich aber entschuldigt wurde, und nachgebessert wurde: https://www.ifun.de/audacity-nutzungsbedingungen-neue-eigner-entschuldigen-sich-173289/
Die Entwickler hatten sich entschuldigt und überarbeitet: https://www.ifun.de/audacity-nutzungsbedingungen-neue-eigner-entschuldigen-sich-173289/
Audacitay ist immer wieder ein sehr gutes Tool.
Ich würde gerne Teile meiner MC Sammlung digitalisieren. Ein Gerät dafür habe ich, es erzeugt aber keine einzelnen Tracks, sondern wandelt eine MC Seite in einen einzelnen Track um. Weiß jemand, ob das Update Anfang und Ende der Tracks „automatisch“ erkennen und trennen kann?
Wenn Du die Tracks der Kassette im Vorfeld aufgelistet hast, kann das geübte Auge an den Waveforms die Songabfolge definieren und eine händische, saubere Trennung durchführen.
Und Ja, es gibt diverse Plugins, die das automatisieren. Solltest Du bestimmt fündig werden..!
Bevor ich den Download starten kann, werde ich umfangreich ausgefragt und ich werde dabei den Eindruck nicht los, dass ich über den Tisch gezogen werden soll. Warum nicht einfach ein Download? Mir gefällt das nicht.