Neue Vorgaben für Händler
Bar oder digital: Bundesregierung plant Wahlpflicht beim Bezahlen
Geschäfte, Restaurants und Dienstleister sollen ihren Kunden künftig grundsätzlich zwei Wege zum Bezahlen anbieten: Bargeld und mindestens eine digitale Alternative. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil hat entsprechende Eckpunkte auf den Weg gebracht. Damit sollen sowohl reine Barzahlung als auch ausschließlich bargeldlose Angebote zurückgedrängt werden.
Bislang können Händler weitgehend selbst entscheiden, welche Zahlungsarten sie akzeptieren. Kartenzahlungen sind nicht verpflichtend. Auch Bargeld lässt sich unter bestimmten Voraussetzungen ausschließen, wenn Kunden darüber vor Vertragsabschluss informiert werden. Nach den neuen Plänen soll künftig dagegen die Wahl beim Kunden liegen.
Ein europäisches Verfahren soll genügen
Die geplante Pflicht betrifft Handel, Gastronomie und Dienstleistungsbetriebe. Welches digitale Verfahren zum Einsatz kommt, bleibt den Unternehmen überlassen. Akzeptiert werden sollen gebräuchliche Angebote für Karte, Smartphone oder Smartwatch. Mindestens ein europäisches Bezahlverfahren soll jedoch dazugehören.
Mindestumsätze oder zusätzliche Gebühren für kleine Beträge sind nicht vorgesehen. Auch Kaffee oder Schokoriegel sollen sich damit digital bezahlen lassen. Gleichzeitig soll Bargeld erhalten bleiben. Ausnahmen sind für nichtkommerzielle Organisationen wie Amateur-Sportvereine und Wohltätigkeitsverbände vorgesehen. Ob darüber hinaus Härtefallregelungen nötig sind, wird noch geprüft.
Die Entwicklung trifft auf einen Markt, in dem bargeldloses Bezahlen ohnehin zunimmt. Bereits Anfang 2026 zeigte sich, dass Smartphone und Smartwatch bei girocard-Zahlungen an Bedeutung gewinnen. Bei den Sparkassen wurden im Frühjahr zudem mehr als 15 Millionen mobil hinterlegte Karten gemeldet.
Umsetzung bereits im kommenden Jahr
Das Finanzministerium begründet die Pläne auch damit, dass digitale Zahlungen nachvollziehbar dokumentiert werden und so bei der Bekämpfung von Steuerhinterziehung, Geldwäsche und Finanzkriminalität helfen können. Nach Angaben der Bundesbank wurden zuletzt 55 Prozent der Transaktionen digital abgewickelt, 45 Prozent entfielen weiterhin auf Bargeld.
Die Eckpunkte werden nach Informationen der Tagesschau derzeit zwischen den Ministerien abgestimmt. Änderungen sind damit noch möglich. Das Finanzministerium strebt einen Kabinettsbeschluss noch im laufenden Jahr an. Umgesetzt werden sollen die neuen Vorgaben anschließend im Jahr 2027.

Bei jeder Digitaler Zahlung nascht die Bank mit ….
Und bei jedem Bar Transfer verdient die Bank indirekt nicht mit, in Form von Bareinzahlungsgebühren, Kosten für Bereitstellung von Wechselgeld, dass man auch noch vorher anmelden muss…
wenn, dann muss man schon beide Kostentreiber vergleichen, aber dann kann man nicht mehr gegen digitale Transfers schießen.
bei jeder Bargeldzahlung verdient auf jeden Fall der Ladeninhaber mit und vielleicht auch irgendeine Mafia.
Ich glaub nicht, dass ausnahmlos jede Essensbude, die nur Bargeld akzeptiert, wirklich den vollen Umsatz an das Finanzamt übermitteln.
Bei jeder Buchung auf dem Bankkonto nascht die Bank mit. Auch das Bargeld einzahlen ist eine teure Angelegenheit.
Selbst wenn man beide Zahlungsmethoden vergleicht sind die EC Zahlungen am Umsatz gekoppelt während Bargeldtransfer nur einmalig je Banktransaktion anfällt. Daher sind EC Zahlungen für den Händler immer teurer. Dennoch finde ich den Vorstoß der Regierung sehr gut.
@ Chris
Prozentuale Gebühren bei Bargeldeinzahlungen sind bei Geschäftskunden gar nicht so selten.
Von Transport, Fehlerquote, Arbeitszeit und gebundenes Kapital in Form von Wechselgeld etc. noch gar nicht angefangen. Die Buchführung geht bei Kartenzahlung auch fast von selbst.
„Daher sind EC-Zahlungen für den Händler immer teurer“ absolut nicht richtig.
Und bei Barzahlung der steuerbetrüger
Bei Wero nicht, soweit ich weiß. Wenn Wero als digitale Bezahloption ausreichend wäre, würde das dem EU-Dienst sicherleich einen enormen Schub verleihen.
Ähnlich wie Pix in Brasilien. Das kostete den Händler auch keine Gebühr und wird ÜBERALL akzeptiert.
Da haste die Rechnung aber ohne die Banl gemacht: bei einem
Geschäftskonto kostet jede Buchung: von ca 0,10€ bis 0,45€
Das lohnt sich also gar nicht für eine Firma wenn nun jede Einzelzahlung als Buchung auf dem Konto erscheint.
Da ist man mit SumUp (und ähnlichen) die 1,39% bei 0€/Monat nehmen dann besser dran als Geschäft.
Ja macht Apple doch seit Jahren auch bei Apps. Soll mich nicht stören
Auch mal daran gedacht, dass man es auch mit Falschgeld, zuviel zurück gegebenem Wechselgeld, Bargeld-Diebstahl durch Personal oder Dritte zu tun hat? Ich kenne einen Gastronom (der war lange Zeit Kartenzahlungsverweigerer) dem hat man ein Dieb das Portemonnaie geklaut mit den Tageseinnahmen – für den Ausfall hätte er locker 1 Jahr lang Kartengebühren zahlen können. Man tut immer so, als wäre Bargeld so unproblematisch.
Darum geht es nicht. Es gibt SOOOO viele Schwarzgeld-Läden (Eis-Geschäfte, Dönerläden, etc. ). Es wird echt Zeit dass so etwas durchgesetzt wird.
Das bakterienverseuchte Papiergeld will doch eh keiner mehr (…geschenkt natürlich gerne…). Das Zeug kann man verlieren oder man bekommt es geklaut.
Für uns Einzelhändler ist eine von der Lobby erzwungene Maßnahme, da Gebühren erhoben werden. Als ob die Preise nicht schon hoch genug wären, wollen die dann natürlich auch ein Stück vom Kuchen abbekommen. Das müssen wir auf den Kunden umlegen. Aber der lässt eh alles mit sich machen, der deutsche Michel.
Vollkommen richtig
Im gleichen Atemzug müssten die Gebühren die für digitale Transaktionen anfallen, massiv gesenkt und gedeckelt werden.
Sind sie doch schon. Hat die „böse“ EU schon lange für dich erledigt!
Oh man – Rufe aus der Vergangenheit.
Man könnte anstatt zu meckern auch mal schaun, wie es woanders läuft. Da ist digitales Bezahlen schon vor vielen vielen Jahren möglich gewesen. Hier wurde in D wieder einmal geschlafen,wie so oft.
Und parallel auch immer Barzahlung als Möglichkeit ist trotzdem wichtig. Es gibt genug Menschen die digital nicht teilhaben können oder wollen!
Bargeld und Kartenzahlungen per Girocard ist im Kosten/Nutzenverhältnis für den Händler gleichauf.
Herzliche Grüße von einem Finanzdienstleister
Oh ja, die Gebühren bis ca. max 1,3% werden bestimmt extrem die Preise hoch treiben.
Wer mehr zahlt, hat sich nicht gut beraten lassen. 1,3% ist schon eher als teuer anzusehen, aber mit z.b. SumUp auch extrem einfach anzubieten.
Du bist eher Hobby-Einzelhändler, aber kein ausgebildeter, oder?
Und Bargeld ist kostenneutral? Immer wieder witzig wie das komplett ignoriert wird. Falscher Kassenbestand, Diebstahl, Bargeld muss eingezahlt oder abgeholt werden usw.
Die Kosten werden immer ausgeblendet.
Nicht zu vergessen die Arbeitszeit beim Kasse zählen! Jeden Tag 10min? Macht allein nen Stundenlohn pro Woche.
@Elbflorenz das mit dem Einzahlen kann schon extrem sein. Ich kenne einen Friseur (der ehrlich die Kasse nutzt, zum abrechnen) – der muss immer viele Kilometer zur Bank fahren um die Einnahmen dort abzuliefern (pro Fahrt zur Bank locker 1,5 Stunden Aufwand). Kostet Arbeitszeit, Sprit etc. Der nimmt nun nur noch Karte und spart Zeit und Geld. die Tatsache, dass mit der Digitalpflicht auch eine Bargeldpflicht kommt, wird den nicht begeistern…
Allerdings die Tatsache, dass Bargeld gleichzeitig quasi Pflicht wird
Keine Angst. Bei Einzelhändlern die keine digitale Zahlung akzeptieren kaufe ich grundsätzlich nichts, da ich seit 2008 kein Bargeld mehr mit mir rumschleppe
Ach, geht es wieder um „Weiterreichen“ von Kosten. Wo sind denn dann in der Gastronomie die 19-7% MwSt.-Senkung geblieben.
Tatsache ist jedenfalls, dass es immer mehr Restaurants gibt, bei denen nur noch Barzahlung möglich ist. Zettel wie „derzeit nur Barzahlung möglich“ hängen bis zum Verbleichen an der Eingangstür.
ABER: Nicht wenige davon machen es nur, weil sie derart in wirtschaftlichen Schwierigkeiten sind, dass ihnen von Geld, das auf ihr Konto kommt, nichts bleibt .
Sorry, aber du hast den Schuss auch nicht gehört. Kunden fühlen sich wohl wenn sie mit „ihrer Amex“ bezahlen können.
Wir haben bei uns im Geschäft Kartenzahlung seitdem es diese gibt und nicht mit dämlichen Schilder wir „Kartenzahlung erst ab 10 Euro“. Das ist so dermaßen peinlich. In anderen Ländern alles absolut selbstverständlich (England, Südafrika). Nur Entwicklungsländer nutzen noch überwiegend Bargeld weil die Infrastruktur fehlt. Hier in Deutschland kostet ein Kartenterminal 30.- Euro EINMALIG und ein paar lappige Cent für jede Transaktion. Rechne doch mal wie viele Leute wieder kommen weil sie wissen dass sie per Karte bezahlen können. Die „nur Barzahlung“-Schwarzgeld-Buden wird mit dieser Regelung endlich der Hahn abgedreht.
Die Zahl der „wohltätigen Organisationen“ wird deutlich ansteigen /s
Blödsinn, Gemeinnützigkeit hat sehr enge Grenzen. Grüße aus einem e.V.
Absolut überfällig. Im Ausland geht es wunderbar und für Leute die im Alltag kein Münz-/Wechselgeld mitschleppen wollen essentiell wenn man mal unterwegs einen Kaffee oder so will.
Aber ist es nicht dem Händler überlassen ob er sich das Geschäft mit uns Kartenzahlern entgehen lässt?
Man kann sagen: selber schuld. Aber er hat sicher seine Gründe. Selbst wenn sie nicht nachvollziehbar sind.
Dann geh ich halt wo anders Kaffee trinken, oder ich hol schnell Geld von der Bank.
Ja, wir brauchen Reformen, aber Händlern vorzuschreiben, wie bezahlt werden muss, gehört nicht dazu.
Der Staat schreibt die Mindestgrundlage für das bezahlen vor. Das ist aktuell mindestens Bargeld. Wir haben allerdings auch nicht mehr das 18. Jahrhundert, sondern sind im Jahr 2026!
@MichaelGSP
Doch, es gehört dazu. Denn eigentlich gibt es nur ein Grund, keine Kartenzahlung anzubieten. Steuerhinterziehung. Und dieses Problem betrifft uns alle.
Naja, die zusätzlichen Kosten für digitale Transaktionen sind mit Sicherheit auch ein wichtiger Grund. Das Thema Steuerhinterziehung spielt meiner Meinung nach aber auch für etliche Händler eine Rolle.
Es gibt im Detail aber ultralokale Quasi-Monopole wo es helfen würde
Gibt es in anderen Ländern doch auch bereits zu hauf. Ansonsten ändert sich ohne Gesetzesvorgaben in Deutschland ja nie etwas und wir bleiben weiterhin ein Dritte-Welt-Land was digitale Bezahlung anbelangt und erhalten Schwarzgeldzahlungen
Die zusätzlichen Kosten sind verschwindend gering und daher vernachlässigbar. Bargeldhandling kostet auch Geld, nur rechnen die „Wirtschaftsexperten“ in der Gastro und Co. so nicht, weil es scheinbar in ihrer Kostenrechnung nicht vorkommt. Aber es kostet sie trotzdem Geld.
In Schweden zahlst du jeden Pups mit Karte und die Händler überleben es. Wie machen die das bloß?
Der einzige Grund, Kartenzahlung zu verweigern, ist Schwarzgeld. Sonst gibt es keinen.
@ HESSENbabbler
Jetzt kommen wieder die deutschen Michel aus ihren Löchern gekrochen, indoktriniert und instrumentalisiert von Finanzbehörden und Politik, angeblich, um das „böse” Schwarzgeld und die Steuerhinterziehung zu bekämpfen.
Das ist aktuell unser kleinstes Problem, denn wir haben kein Einnahmen-, sondern ein ganz klares Ausgabenproblem. Der Staat wird immer übergriffiger und versucht, an jeder Stellschraube neue Steuern und Abgaben zu etablieren.
Wie einst ein FDP-Politiker sagte, sind Steuererleichterungen keine Geschenke des Staates an die Bürger. Der Bürger schenkt dem Staat die Steuern.
Geschäfte, die nur Bargeldzahlungen akzeptieren oder noch schlimmer, irgendwelche erfundenen Mindestsummen für Kartenzahlungen festlegen, meide ich wie die Pest.
Es gibt genug andere Läden, die kundenorientierter handeln.
Im Übrigen kenne ich einige Banker, die in diesen Bereichen unter anderem tätig sind, und die prozentualen Gebühren pro Transaktion sind lächerlich gering. Beim Einzahlen von Bargeld fallen ebenfalls Gebühren an, plus die Kosten für Versicherung, Transport und Handling.
Wenn wir uns ein bisschen anstrengen, finden wir vielleicht ein größeres Problem, um das sich die Politik kümmern könnte, als das, dass Du keinen Kaffee bekommst, weil Du kein Geld dabei hast.
@ AJM
Stimmt, z.b. Steuerhinterziehung. Und diese wird durch diese Regelung gleich mitbekämpft. Toll, oder?
Freuen sich die ganzen Einsdielen…;-). Find ich gut so den informellen Sektor einzugrenzen.
Rettet das Bargeld!!
Die einzige Möglichkeit anonym zu zahlen!
Artikel gelesen? Welchen Teil von Wahlfreiheit hast du nicht verstanden?
+1
Die Seriennummern auf den Scheinen noch nicht gesehen? Wenn Aluhut, dann bitte richtig.
Wer schreiben kann sollte eigentlich auch lesen können, und es auch vor dem Schreiben machen.
Wie anonym ist es wohl, wenn Bargeld bereits beim Auszahlen gescannt wird und so der Fluss des Geldes durchaus dokumentierbar ist?
Auch durch das bloße Weitergeben hinterlässt du und andere Fingerabdrücke auf dem Geldschein…
auch zwischendrin wird dein Geldschein immer wieder maschinell gelesen…
Banknotentransporte sind vernetzt…
also wie sehr glaubst du, dass du mit Bargeld keine Spuren hinterlässt?
Deshalb bezahl ich immer nur mit Handschuh und Münzen!
Endlich, ich möchte selbst wählen können ob ich die Steuerhinterziehung in der Gastronomie unterstützen möchte oder nicht
Dann lass dir jedes Mal einen Kassenzettel geben, wenn du nur bar zahlen kannst.
Dazu braucht es keine Kartenzahlung.
Bei Gastros braucht es hier schon einen Bewirtungsbeleg.
Dazu gibt es keine Registrierkassenpflicht. Da bringt dir auch wenig eine Quittung aus dem Quittungsblock. Außer du leitest deine Quittung ans FA weiter.
Wie der große Scam, der vor ein paar Monaten auffiel, beweist, ist ein Kassenzettel allein NICHT ausreichend. Mittlerweile gibt es Kassensysteme, die sogar vom Hersteller aus so manipuliert werden können, dass selbst ohne Wissen der Kassierer zwei völlig getrennte Wege der Abrechnung implementiert werden können. Ein legaler und einer an der Steuer vorbei.
:-)
Mega. Aktuell meide ich Geschäfte die nur Barzahlung anbieten. Kommt aber bei manchen Händlern auch echt spät. Hab letztens sogar schon einen Bettler mit Kartenterminal gesehen :D
+1
Der Smiley ist völlig unangebracht
Also das hier: „Bereits Anfang 2026 zeigte sich, dass Smartphone und Smartwatch bei girocard-Zahlungen an Bedeutung gewinnen.“ kann gar nicht stimmen. Die einzigste Giro Card, das ist eine ganz normale EC Karte, die mit Smartphone oder Watch funktioniert, ist die Giro Card von der Sparkasse. Ansonsten funktioniert von keiner einzigsten Bank eine Giro/EC Card auf dem Smartphone. Das sind grundsätzlich immer Kreditkarten wie Visa oder Eurocard. Und die Giro Card wird sowieso bald eingestampft. Also sollten Sie sich gleich auf normale Kreditkarten einigen und nicht wieder so ein Heckmeck. EC Karte hat heut kaum noch jemand.
Die Commerzbank bietet auch GiroCards mit Apple Pay an
Die Sparkasse hat bereits 2007 offiziell den Namen „EC-Karte“ zugunsten der girocard abgeschafft. Die Maestro Funktion wurde auch schon 2023 abgeschafft, weshalb jetzt alle auf Debitkarten z.B. von Visa gehen.
Echte Kreditkarten nutzt doch auch kaum noch jemand….
Echte Kreditkarten nutzt kaum noch jemand? Was ist bei dir eine echte Kreditkarte? Eine Nicht-Debit-Kreditkarte? Doch, die sind kein kleiner Anteil.
Erstens, die „EC-Karte“ gibt es seit 15 Jahren nicht mehr.
Zweitens, ich kann die Bankkarte meiner VR Bank ohne Probleme im iPhone hinterlegen und zum Zahlen benutzen.
Keller hat weil es eine Debitkarte ist? Das 70er Jahre EC/girocard/wie-auch-immer kostet mittlerweile bei Banken extra, weil man ein 2. Parallelsystem nur für Deutschland aufrecht erhalten muss
Via Apple Pay unterstützen die Sparkassen und die Commerzbank die girocard. Die VR Bank über die eigene App (NFC ist ja offen) bei iOS.
Bei Android unterstützen die Sparkassen, VR-Banken, Sparda Banken und PSD Banken die girocard über eigene Zahlapps.
Ich würde mal sagen, da ist der Großteil der Bankkunden mit abgedeckt.
Man kann es noch so oft probiere aber „einzige“ ist einmalig und lässt sich nicht steigern.
Die girocard wird nicht eingestampft.
Herzliche Grüße aus der Finanzdienstleistungsbranche
Sie ist sogar weit davon entfernt. Sie wird sogar deutlich beliebter, da immer mehr Leuten bewusst wird, dass man sich nicht von US-Diensten abhängig machen sollte.
Es ist ein absoluter Glücksfall, dass wir in Deutschland schon (bzw. noch) eine so gut funktionierende Alternative haben.
Bitte bedenken, das die Girocard entweder Maestro oder V-Pay ist.
Maestro = Mastercard
V-Pay = Visa
Also leider nix ohne Amerikanische Zahlsysteme
@ Nordlicht
Nein, girocard ist girocard. Girocard ist ein komplett eigenes System.
Viele Girocards haben zusätzlich nur Maestro (was eigentlich für neue Karten eingestellt wurde), Vpay, Visa Debit oder Mastercard Debit ebenfalls mit auf der Karte als Co-Badge. Für Auslands und Online-Funktionen.
Aber es gibt auch reine girocards.
Sparda Bank funktioniert ebenfalls über iOS
Von mir aus, können Läden auch bei Digitaler Zahlung bleiben ohne Pflicht zur Bargeldannahme.
Dafür sollte das reine ‚Nur Bargeld‘ wegkommen. Hab so gut wie nie Bargeld dabei.
Find’s immer wieder erstaunlich, wie man sich selbst zur Regel für alle Anderen machen kann!
Die eigentliche Motivation dürfte wohl in der Nachvollziehbarkeit liegen. Ansonsten wundert es mich schon ein wenig; Bürokratieabbau sieht doch anders aus. Man sollte es den Händlern überlassen, welche Zahlungsmittel sie akzeptieren. Das regelt tatsächlich der Markt selbst.
So sehe ich es auch.
Neue Gesetze und Verordnungen zu schaffen ist eben leichter als zu deregulieren.
Digitalisierung gehört zum Bürokratieabbau. Und dazu gehören auch digitale Zahlungen.
Dazu kommen die massiven Schäden durch Steuerhinterziehung, die dadurch zumindest reduziert werden.
„Digitalisierung gehört zum Bürokratieabbau“ ist echt sehr kurz gedacht. Ich weiß nicht ob du Unternehmer bist aber durch verschiedene Zahlungsmittel steigt die Komplexität in der Buchhaltung. Man kann also darüber diskutieren ob es sinnvoll ist, dass man am Ende mehr für den Steuerberater zahlt. Aber ja, man kann dann sagen man hat Bürokratie abgebaut. Dafür an anderer Steller mehr Beamten und Steuerberater aufgebaut. Und unterm Strich noch mehr Komplexität in einem ohnehin viel zu komplexen Steuersystem.
Da bin ich tatsächlich lieber dafür dem Markt mehr Freiheiten zurück zu geben und den Markt regeln zu lassen. Denn der Markt kann auch besser mit dem Geld umgehen als der Staat.
@Tester123
Mal davon abgesehen, dass die meisten Steuerberater nach Umsatz bezahlt werden, sehe ich hier keinen nennenswert höheren Aufwand.
Kartenzahlung ist am Ende des Monats eine Abrechnung mehr. Mehr ist es ja nicht.
Man bekommt ja nicht für girocard, Visa etc. jeweils eine eigene Abrechnung.
Die Buchhaltung vereinfacht sich durch digitale Zahlungen sogar massiv, ohne Bargeld würde die sich dann fast von selbst erstellen.
Wenn es dir um den Aufwand geht, dann muss man über die Abschaffung des Bargelds diskutieren. Denn Bargeld ist ein riesen Aufwand für alle beteiligten.
@HESSENbabbler anscheinend bist du kein Unternehmer mit Steuerberater. Eine Bezahlung des Steuerberaters „Nach Umsatz“ wäre echt schön :D beim Steuerberater geht es immer um den Aufwand. Und der Aufwand steigt durch mehrere Zahlungsmethoden bzw. mehr Komplexität. Nicht nur beim Steuerberater, sondern auch softwareseitig.
Das was du meinst sind Bilanzen etc. da geht es dann bei der Berechnung der Kosten um die Bilanzsumme. Ich rede aber von der laufenden Buchhaltung.
@ Tester123
Ich selbst nicht, habe aber jemand mit Unternehmen und Steuerberater im sehr nahen Umfeld. Und die Steuerkanzlei (die nicht gerade klein ist) wird nach Umsatzhöhe bezahlt, nicht Aufwand. Untypisch ist dies auch nicht, eher die Regel. Wobei manche bestimmt bei hohem Aufwand noch etwas extra berechnen. Aber bestimmt nicht, wegen einer (!) Abrechnung mehr im Monat wegen Kartenzahlung.
Und nein, wir reden hier von einer normalen Buchhaltung und von keiner Bilanzierung.
Rückschritt. Bargeld ist für den Handel ein vermeidbarer Kostenfaktor.
Na dann frag mal die Händler wie hoch deren Zinssatz bei EC Zahlungen ist.
Die Kosten liegen bei maximal 1%. Das ist sicher nicht das Argument warum sich manche gegen Kartenzahlung entscheiden. Eher die Nachvollziehbarkeit. Mit Barzahlung kann man besser steuern hinter.. äh sparen.
Ist nicht so schlimm anscheinend. Bei mir meiden die Händler allgemein immer nur die Kreditkarte.
@derC
Ich habe immer keine Ahnung wo ihr eure Infos her bekommt, die stammen vermutlich aus dieser EU Richtlinien, die nun leider überhaupt nix mit den angebotenen Verträgen zu tun haben.
Ob TeleCash bis SumUp.
Die Real Kosten kann ich hier überhaupt nicht alle darlegen, das sprengt den Rahmen zur Gänze
1.)
1 Prozent ist schon verdammt viel
2)
Gilt das nur für „EC“
3) Grundgebühren und und und
Ja und Kartenzahlungen kosten Nix?
Dann kann kann unser Finanzminister auch die kosten dafür übernehmen.
Sehr schön, Zeit wird es.
Finde ich gut !
Wie lange dauert diese Diskussion schon an!? Seit mindestens 5 Jahren verfolge ich diese Begebenheit und bis heute liegt nichts amtliches vor!
Klingbeil und Kohorten sollten endlich mal den steuerfinanzierten Allerwertesten hoch bekommen und zur Tat schreiten- egal wie schwer sich dessen Partei damit tut, überhaupt etwas produktives zu machen!
Ich verfolge das Thema auch schon Jahre. Und vor dem aktuellen Koalitionsvertrag gab es hier noch nie was wirklich fest geplantes einer Regierung.
Sinnvoll, längst überfällig und auf der „ganzen Welt“ längst etabliert.
Damit wird Deutschland ein kleines Stückchen weniger digitales Entwicklungsland … :)
Werden wenigstens paar Steuereinnahmen generiert :D
Finde ich gut. Dämmt damit dann auch Steuerbetrug ein, in anderen europäischen Ländern schon seit Ewigkeiten möglich.
Sehe schon die Tränen in den Augen bei den Dönermännern
Ich fände man sollte diese Pflicht auch mal für die ganzen Essen und Trinken für die ganzen Handkassen auf Jahrmärkten, Kirmes, Kerb, Weihnachtsmärkte, Stadtfeste und wie sie alle heißen, einführen – oder gilt es da auch?
Endlich.
Ich hör schon die Boomer tippen und schreien „Nur Bares ist Wahres“ und „Sie wollen uns die einzige Freiheit nehmen“ ;D
–1
Komisch, ich kann in meinem Umfeld keinen Zusammenhang zwischen Boomern und der Bargeldpräferenz erkennen. Leider lehnen auch junge Leute Kartenzahlung ab. Ist eher ein Problem der Akzeptanz denn des Alters. Auch über 80 jährige sehe ich beim Aldi mit Watch zahlen.
Was soll denn „ein europäsches Bezahlverfahren sein“ ?
Alle Dienste die in Europa etabliert sind, oder nur die neuen, die Krampfhaft versuchenden in den Markt zu kommen, aber leider nur diletantisch nachgebaut sind.
Schon mal was vom digitalen Euro gehört?
Wero?
Da werden vermutlich wohl einige im Gastro-Gewebe nervös.
Ich höre schon den Aufschrei, aus einer bestimmten Ecke.
Heißt, man darf nicht aufschreien, wenn man aus einer anderen Ecke kommt? Oder wird man automatisch in die Ecke gestellt, wenn der Aufschrei kommt? ;)
Endlich! Das Finanzamt wird sich wundern wie viel Umsatz unsere Lieblings-Eisdiele plötzlich macht
Na wird ja auch mal Zeit, dass der Staat bei diesem Thema eingreift. Oft genug gibt es noch Läden ohne digitale Zahlungsmöglichkeit, teilweise braucht man einen Mindestumsatz für Kartenzahlungen
Wollten wir noch weniger Regulatorik haben?
Halleluja!
Mal überlegen, wenn bargeldlos verpflichtend möglich sein soll, könnte als nächster Schitt auch der Wegfall von Bargeld beschlossen werden… Also möglich wäre das ja… und sage keiner, so etwaas kann man sich nicht vorstellen….
Ich würde es mir sogar wünschen.
Lies nochmal: das Einzige, was hier wegfallen soll ist die Pflicht zum Bezahlen nur mit Bargeld; der Kunde soll zukünftig die Wahl haben, nicht der Verkäufer, wie jetzt.
Typisch Deutsch. Statt einfach mal das zu akzeptieren was gerade geplant wird, kommt schon wieder die „Angst“ wie es weitergehen könnte. In D ist immer nur die Skepsis gegenüber allem König. „Ja aber dann könnte…“ Herrje, ich könnte auch übermorgen vom LKW überfahren werden, deswegen gleich mal die Kohle verprassen.
Ich war beruflich sehr viel in der Welt unterwegs – es gibt wirklich keine miesepetrigere Bevölkerung als in D. Uns geht es hier wirklich sehr, sehr gut zum Grossteil – gejammert wird aber als ob 95 % der Bevölkerung morgen am Hungertuch hängen würden.
Es nervt !
Sehr gut! Zeit wird’s
Ich erlebe fast täglich, dass irgendwelche Läden nur Bargeld akzeptieren und dann noch nicht mal einen Beleg rausrücken…
Ja, nee, is klar! Nachtigall ick hör dir trapsen!
Sehr gut. Wird den Bereich des Steuerbetruges z.B. in der Gastronomie wohl treffen.
Außerdem haben wir 2026. „Nur Bargeld“ ist vorbei.
Can’t wait
Dann müssen viele kleine Krauter (gerade auch in Berlin) eine neue Methode austüfteln, Vater Staat übers Ohr zu hauen. Vielleicht mal die KI fragen…
Endlich. Schon lange überfällig.
Also muss man dann auch beim Barber und bei anderen Etablissements mit Karte zahlen können?
Ich bin sehr gespannt
Steuerhinterziehung wird dann nicht mehr ganz so einfach. Bzw. die Ausreden werden bunter.
„Sorry, das Lesegerät ist kaputt, Sie müssen leider bar zahlen.“
„Das ist jetzt schon 4 Monate kaputt…“
„Nee. War wieder heil, dann wieder kaputt. So wie Leben, Bruder. Du weißt…“
Endlich! Als Skandinavier kann ich immer nur den Kopf schütteln bei euch in Deutschland. Wenn ich schon höre -„Kartenzahlung erst ab 10€“ oder „Keine Kartenzahlung“. Ich weiss nicht mehr wie schwedische Kronen überhaupt aussehen – in den letzten Jahren habe ich kein einziges Mal Bargeld abgehoben. Ich kann überall zahlen – auch kleinste Beträge. Und hier gibt es niemanden, der meint das dee Staat nichts anderes zu tun hat als Einkäufe zu überwachen, was zudem nicht möglich ist. Ach ja, viele akzeptieren überhaupt kein Bargeld.
Ich kenne da so n paar Dönerläden, Eisdielen, Imbissbuden & Barbiere, wo die Kasse gerne mal für mehrere Stunden offen steht ohne dass was getippt wird. Denen wird jetzt vermutlich ein bisschen mulmig.
Aber solange es Ausnahmeregelungen gibt, werden die immer irgendeinen Weg finden. Dann schreiben sie halt an die Tür, dass man einen Vertrag eingeht wenn man den Laden betritt und mit der einzigen Zahlungsmethode „bar“ einverstanden ist.
Selbst wenn so ein Schild möglich wäre, was ich bezweifle, kann man dann auch gleich das Finanzamt um regelmäßige Betriebsprüfungen bitten.
kein Thema triggert scheinbar so dermaßen wie diese Diskussion.
Ich finde die typisch deutsche Abwehrhaltung gegenüber allem digitalen und im Allgemeinen gegenüber Neuerungen ist sicherlich manchmal angebracht, hat aber langfristig dazu geführt, dass wir weltweit jetzt schon komplett abgehängt sind.
Künstliche Intelligenz und digitales Leben sind nun mal die Zukunft. Da kommen wir nicht dran vorbei.
Aber leider wird Deutschland in diesem gigantischen Markt niemals mitmischen.
Das liegt meiner Meinung nach sicherlich auch an der oben von mir beschriebenen Abwehrhaltung eines Großteils der Bevölkerung.
Es gibt heute kein deutsches Techunternehmen und kein Elektronikunternehmen, welches weltweit irgendeine Bedeutung in diesem Bereich hätte.
Leider wird von uns vieles einfach abgelehnt, oder von oben bis zum Stillstand reguliert.
Der ewige Ruf nach „Bargeld ist Freiheit“ ist da nur ein kleines Beispiel für das Gesamtproblem.
Die stellt nun mal meine Meinung dar. Sicherlich hat jeder eine eigene Meinung und das ist ja auch richtig so.
Ich finde es grundsàtzlich fragwürdig ob man einem Unternehmer vorschreiben kann welche Zahlungen er zu akzeptieren hat oder was eff er anbieten muss . Das liegt im Ermessen der unternehmerischen Freiheit . Ich denke am Ende Werden das Gerichte entscheiden mûssen ob das ûberhaupt zulàssig ist
Vermutlich werden dies Gerichte entscheiden, weil es Klagen geben wird. Mir würde aber kein rechtlicher Grund einfallen, weshalb so eine Regelung gegen geltendes Recht verstoßen sollte.
Naja, man muss da ja nur mal vom Einzelhandel wegdenken.
Im B2B Handel oder in der Industrie bekommt man auch sämtliche Modalitäten vom Staat vorgeschrieben.
Unternehmerische Freiheit hin oder her: der Staat schreibt hier explizit vor, wie Rechnungen auszusehen haben, dass man E-Rechnungen ausfertigen und empfangen können muss usw…
Warum soll er dem Einzelhandel nicht eine solche Modalität vorschreiben können?
Ich finde das Ermessen keine Hunderter oder gar Zweihunderter anzunehmen. Auch nicht gerade toll. Ist auch gültiges Zahlungsmittel.
Vermutlich werden dies Gerichte entscheiden, weil es Klagen geben wird. Mir würde aber kein rechtlicher Grund einfallen, weshalb so eine Regelung gegen geltendes Recht verstoßen sollte.
Vor 9 (in Worten NEUN) Jahren – Schweden: Ich wollte eine Kugel Eis kaufen und wollte mit Schwedischer Krone bezahlen… Was sagte doch der freundliche Verkäufer: „Har du inget kreditkort? Jag tar inte emot kontanter längre.“ Heißt soviel wie „Hast Du keine Kreditkarte? Barzahlung mache ich nicht mehr.“ – Wie gesagt, das war vor 9 Jahren. Ich verstehe die ganze Aufregung nicht …
Endlich werden die Gierhälse und Steuerhinterzieher gezwungen, Kartenzahlung anzunehmen. Wem die 3 % Gebühren an die Banken in seiner Kalkulation weh tun, der hat seine Kosten nicht im Griff. Ich will jedes Wassereis im Schwimmbad mit meiner Apple Watch zahlen können. Und wenn das jetzt alle Händler so machen müssen , dann wird eben alles überall etwas teurer. So ist das eben mit Komfort.
Diskussion hier wirklich spannend. In der Schweiz würde man so eine Neuerung interpretieren, damit Bargeldzahlung weiterhin möglich bleibt, da viele hier nur noch Kartenzahlungen akzeptieren. In Deutschland scheint es eine Regelung dazu zu sein, um endlich Kartenzahlungen einzuführen hahah
Herzlich Willkommen 2010er Jahre
Aber wie wollen sie einen Laden zwingen auch Digitale Zahlung zulassen? Es gibt den ein oder anderen Laden der nimmt nur Bargeld und sonst nichts!!
Und Zack ist dann leider ausgerechnet heute das Terminal ausgefallen. Kenne da so Spezialisten in der gastro.
Man freut sich doch jedes Jahr im Urlaub in Skandinavien oder Südeuropa, dass es bargeldlos wunderbar klappt und das seit vielen Jahren.
Dann werden viele Dönerbuden und Barbershops wohl ihre Preise erhöhen müssen
So wie sich das für mich ließt, heisst das aber gleichzeitig, dass Geschäfte die KEIN Bargeld mehr nehmen, dies wieder akzeptierten müssen ?!
Ja, und das finde ich schade, denn diese Geschäfte haben sich sehr bewusst aus guten Gründen dafür entschieden, während nur-Bargeld-Geschäfte meistens vor allem Steuervermeidung im Blick haben und andere Scheinargumente eher vorgeschoben wirken.
Ich hab schon „Wehrpflicht beim Bezahlen“ gelesen. :-\
Bargeld kostet genauso viel oder ist sogar teurer. Wer das in Frage stellt kann nicht kalkulieren. Bargeldrollen kosten unglaublich viel Geld, Bargeld einzahlen kostet Geld, Bargeld abheben kostet Geld und nicht zu vergessen kostet der Mitarbeiter, der alles zählen muss auch Geld. Gibt genug Anbieter, bei denen man ein iPad und ein kleines Lesegerät braucht, 1,6% Gebühr und Thema erledigt. Wer wegen Bargeld rumheult, will vor allem Steuern sparen.