AGB ziehen neue Werbegrenze
Disney+ werbefrei: Werbung vor und nach Videos jetzt erlaubt
Wer bei Disney+ für Standard oder Premium bezahlt, bekommt Filme und Serien laut Anbieter ohne Werbeunterbrechungen. Vollständig werbefrei sind die beiden Abos deshalb aber nicht. Die neuen deutschen AGB räumen Disney ausdrücklich die Möglichkeit ein, Werbung vor und nach der eigentlichen Wiedergabe zu zeigen.
In den jüngsten Richtlinien des Dienstes, die Nutzern aktuell zum Abnicken vorgelegt werden (die Webseite zeigt diese noch in der Fassung von 2014), heißt es unter anderem: „In allen Abo-Optionen können folgende Inhalte enthalten sein: (i) Werbeinhalte, (iii) Sponsoring sowie (iii) Werbung vor/nach der Wiedergabe von Inhalten und in Kanälen, Live- und Special-Events (und deren Wiederholungen) und in Inhalten Dritter zum Abruf.“
Die entsprechende Passage gilt für sämtliche Abo-Optionen. Neben Werbeinhalten und Sponsoring nennt Disney dort auch Werbung vor oder nach Inhalten sowie innerhalb von Kanälen, Live- und Special-Events und deren Wiederholungen. Auch Inhalte von Drittanbietern können betroffen sein. Damit steckt die entscheidende Einschränkung bereits im Kleingedruckten.
Keine Unterbrechung heißt nicht keine Werbung
Noch deutlicher beschreibt Disney die Abgrenzung in diesem deutschen Support-Dokument. Standard und Premium ermöglichen demnach zwar das Ansehen von Filmen und Serien „ohne Werbeunterbrechungen“. Gleichzeitig können diese Abos in begrenztem Umfang Werbeinhalte enthalten. Disney nennt ausdrücklich Werbung vor oder nach der Wiedergabe, Clips und Trailer für eigene Inhalte, Produkte und Dienste sowie Inhalte mit Branding oder Sponsoring.
Die werbefreie Zusage bezieht sich damit vor allem auf den laufenden Film oder die laufende Serienfolge. Anders als beim Tarif „Standard mit Werbung“ sollen dort keine regulären Werbeblöcke dazwischenfunken. Ein Spot vor dem Start oder nach dem Ende fällt nach Disneys Definition jedoch nicht unter eine Werbeunterbrechung.
Die Regelung passt zu Disneys laufenden Experimenten mit neuen Formen der Inhaltevermittlung. Zuletzt führte der Dienst etwa kuratierte Playlists mit automatischer Wiedergabe ein. Bereits zuvor wurde intern auch über einen kostenlosen Einstieg in Disney+ gesprochen, der voraussichtlich stärker auf Werbung setzen würde.
Live-Inhalte bleiben ein Sonderfall
Für Live-Inhalte und Sonderveranstaltungen zieht Disney die Grenze noch weiter. Diese können laut Support-Dokument unabhängig vom gebuchten Abo Werbepausen oder Werbebotschaften enthalten.
Standard und Premium bleiben damit bei klassischen Abrufinhalten grundsätzlich frei von Werbeunterbrechungen. Die Bezeichnung bedeutet allerdings nicht, dass Abonnenten außerhalb der eigentlichen Wiedergabe niemals Werbung sehen. Genau diese Unterscheidung schreiben die deutschen AGB nun unmissverständlich fest.


Die Seuche der Werbung..
es waren einmal Streaminganbieter, die exakt deswegen sehr attraktiv waren: keine Werbung. Mit Werbung machen sich diese Plattformen derart beliebig.. naja, ich lese jetzt wieder mehr nach Feierabend..nachdem ich deren „Service“ abbestellt habe…
Aber wenn sie auf die Quartalsgewinne der Streaminganbieter schauen, lohnt sich die Strategie. Und die Leute wechseln ja aus Bequemlichkeit eh nicht. Wohin auch?
Also aktuell machen die Websites vieles richtig für Ihre Umsätze.
Und dann wundern wenn die leute wieder den Piratenhut abstauben
Klassischer Zyklus.
Ich hasse Werbung…warum habe ich wohl im Heimnetz so viel wie möglich geblockt…nur um diese Zeitverschwendung über gierige Streaminganbieter wieder reinzulassen. NEIN. Dann besorge ich mir halt die Filme und Serien woanders her. Klappte früher auch wunderbar.
Ich empfehle Euch, macht mal n kleines Experiment und den ganzen XXX nen Monat lang aus. Lest n Buch, geht nem Hobby nach, beschäftigt Euch mit der Family… ihr werdet merken: es fehlt einem immer weniger!
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Ich habe mal eingehend über deinen Kommentar nachgedacht und habe jetzt aufgrund deines Kommentares noch zusätzlich zu Netflix, Prime und RTL+, Apple TV + abonniert, weil ich gemerkt habe, wie sehr es mir für einige Serien fehlt.
Kann ich bestätigen, habe es auch gekündigt und vermisse es gar nicht, seit über einem Jahr nun.
Bedingt. Dein Argument wäre zutreffend, wenn Leute 24/7 – abzüglich Schlafensphasen vor der Glotze hängen und sich dann über das öde Leben beschwerten ; )
Auch wenn man mit der Familie… Bücher … etc. sich beschäftigt, kann bei nur einmal im Monat ein Film schauen, die aufgezwungene Werbung extrem nerven! Insofern: Verseuchter Werbedreck!
Gerade erst Netflix gekündigt, hätte auch kein Problem damit Disney + zu kündigen…
Disney+ wäre mir persönlich nicht einmal 1 Cent wert.
Früher hat Werbung in einem gewissen Maße auch informiert: über Produkte, Eigenschaften und Leistungsdaten, etc. Heute versucht Werbung über Stimmungen, Image und Gefühle den Betrachter zu manipulieren. Das nervt mich total!
Deshalb versuche ich – wie viele andere auch – Werbung in meinem elektronischen Umfeld zu blockieren.
Und nicht nur auf meinem Computer: Auch in der „alten Welt“ versuche ich sie rauszuhalten!
Beispiele: keine Nummernschildverstärkung mit Werbung des Autohändlers beim Auto-Neukauf, keine Kleidungsstücke mit aufdringlichen Hersteller-Aufdrucken, kein Fernsehkonsum von „Privatsendern“ (außer wenn ich zeitversetzt aufzeichnen und so die Werbung überspringen kann), kein Streamingdienst-Abo, usw, usw.
Jeder von uns hat die Freiheit, mit seinem Geldbeutel abzustimmen. Wir müssen es nur tun!
Ich finde deine Beispiele sehr befremdlich und es macht mich sehr nachdenklich.
Wie sieht es mit der Werbung auf den Getränkeflaschen aus?
Kann ich nachvollziehen, machen wir seit Jahren ähnlich. Warum soll ich gerade bei Kleidung für die „Werbung“ auch noch zusätzlich zahlen. Privatsender sind seit 11 Jahren erfolgreich eliminiert. Kino fetzt immer noch und wir bleiben dabei.
Sky macht das auch so, Werbung vor und nach dem Filmen. Ist mir ehrlich gesagt Wurst, da ich die nicht gucke. Ich lasse die Werbung durchlaufen und mache derweil was anderes. Solange es keine Werbung in den Filmen gibt ist mir alles andere egal.
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Finde ich persönlich auch nicht so dramatisch.
Das ist dann aber der nächste Schritt. Du bist der Frosch im Topf, bei dem das Wasser allmählich zum Kochen gebracht wird…
Nach dem Film ist mir egal, die kann ich dann wegdrücken. Wenn ich aber vor einem Film Werbung angezeigt bekomme, obwohl ich dafür bezahle und die Preise ständig erhöht werden, kündige ich und besorge mir die Filme woanders ohne Werbung.
Das Problem ist doch ein anderes?
Entweder ich bezahle für eine Leistung direkt mit Geld, oder ich zahle mit Aufmerksamkeit, die ich erzwungenermaßen in geschaute Werbung Werbung investieren muss.
Was hier passiert ist ein schleichender Wandel, den man sich wohl beim Privatfernsehen abgeschaut hat… RTL in HD nur gegen Geld, obwohl man deren Angebot bereits durch Werbung gucken indirekt finanziert, während die angebrüllten Produkte beim Kaufen diese Werbung finanzieren…
Bezahlen und Werbungzwang sollte unterbunden werden… dann habt die Eier und nennt den werbefreien Preis, den die Leute zahlen sollen… aber dann habt ihr Angst, die Leute rennen euch weg, weil ihr euer Angebot maßlos überbewertet…
Taktisch ziemlich blöd, wenn die an ihrem Ziel, Videoinhalte wie um die 2000er rum vermarkten wollen, mit max. full hd, kein hdr und weiteren fehlenden Funktionen…
warum überhaupt noch über diese rückständige Disney Klitsche berichtet wird, statt sie einfach mal gekonnt zu ignorieren, verstehe ich nicht.
Für das HD und 4K Abo ändert sich gar nichts. Disney hat längst Stellung dazu bezogen. Die AGB wurden lediglich angepasst, der neuen Sport-Inhalte wegen. Das ist einfach eine rechtliche Absicherung des Status quo. Also, keine Panik bitte.
Quelle?
Einfach selbst den Arsch hochbekommen, wie wäre das? Wir sind hier keine Journalisten. Hinzu hat er doch recht, war der erste Treffer in der Suchmaschine und selbst ChatGPT hat’s gefunden. Für alle hier: schreibt noch mal wer „Quelle“ fliegt er raus! ;-)
Gut das ich dieses und die meisten anderen Abos schon vor langem gekündigt habe.
Die Gier dieser Dienste ist einfach unerträglich. Die Werbung mindestens genauso.
Ich dachte echt das die Zeit der illegalen Downloads vorbei war.
Aber sie wollen es nicht anders. Es wird sicherlich wieder wachsen. Und alles nur aus Gier!
Nur mal zum kurz nachdenken!
Ich verstehe eure Aufregung nicht, keiner wird gezwungen bei einem auf Gewinn orientierten Unternehmen etwas zu kaufen.
Vergesst aber bitte nicht dass ihr selbst auch eine teures Abo für jeden Arbeitgeber seid, ständig werden Lohnerhöhungen gefordert, ihr nutzt das Recht auf bezahlten Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, bezahlte Feiertage, Kündigungsschutz ( auch für faule oder ineffektive Arbeitnehmer).
Trotz allem werden die
Überwiegende Mehrheit weiter angestellt.
Also bevor ihr hier alle rumheult, bedenkt bitte ihr seid nicht besser als Streamingdienste!
und wie oft werden Lohnerhöhungen gewäht im Verhältnis zu den Abopreiserhöhungen transatlantischer Abodienstleister?
so oft wie netflix, disney und co ihre Belanglosenunterhaltungspakete erhöht haben, habe ich jedenfalls keine Erhöhung gesehen.
Stimmt! Hatte ich Dinger nicht auf dem Schirm. Jetzt wo Du es sagst, fällt es mir wie Schuppen aus den Haaren!
Ich sollte meinem Arbeitgeber dankbar sein, dass er so sozial eingestellt ist und mich bezahlt. Bis jetzt habe ich immer gedacht, das macht er, weil er mich braucht und mit mir mehr verdient, als ich ihm koste. Ich Naivling.
Ich weiß nicht, wie die Streamingdienste Geld verdienen. Bei den Zeitungen müsste es eigentlich so sein, dass die Abonnenten für relativ wenig Einnahmen sorgen, da es bei allen Zeitungen inzwischen eben auch relativ wenige Abonnenten gibt und allein daraus die hohen Gehälter für die Besitzer, Herausgeber und Chefredakteure kaum bezahlt werden können. Wenn die Zeitungen also das meiste Geld mit Werbung verdienen, dann sind die Kunden am wichtigsten, denen die Werbung untergejubelt wird, nämlich diejenigen, die eben kein Abo abgeschlossen haben.
Vielleicht sollten die Streamingdienste ihre Angebote auch lieber kostenlos zeigen und dann mit der Werbung Geld verdienen.