Apples neuer Chef setzt Akzente
Erster Auftritt als Apple-CEO: John Ternus übernimmt die Bühne
John Ternus hat seinen ersten großen Auftritt als Apple-CEO absolviert. Beim gestrigen iPhone-Event wurde der neue Konzernchef vom vor Ort anwesenden Publikum im Steve Jobs Theater mit stehenden Ovationen empfangen.
Die Übergabe von Tim Cook geriet dabei sichtbar freundlich und mit einem kleinen Augenzwinkern. Inhaltlich setzte Ternus auf Kontinuität, formulierte aber zugleich erste eigene Schwerpunkte.
25 Jahre Apple und ein klarer Produktfokus
In seinen einleitenden Worten vor dem Publikum blickte Ternus auf seine inzwischen 25 Jahre bei Apple zurück. Als er damals zum Unternehmen kam, habe er sich einen solchen Moment nicht vorstellen können. Schon früh habe ihn jedoch angesprochen, wie ernst Apple Produkte, Gestaltung und Details nehme.
Ternus stellte vor allem den Anspruch heraus, leistungsfähige Technik möglichst einfach und intuitiv zugänglich zu machen. Produkte sollen seiner Darstellung nach nicht um ihrer selbst willen entstehen, sondern Kreativität, Produktivität und neue Möglichkeiten eröffnen. Auch Apples Werte, Design und Einfachheit rückte er auffällig stark in den Vordergrund.
Das passte zum gesamten Auftritt. Ternus wirkte ruhig und kontrolliert, ohne den Führungswechsel größer zu inszenieren als nötig. Gleichzeitig bekam er mit dem iPhone Duo direkt ein neues Produktsegment zur Vorstellung.
Das iPhone wieder stärker als Mittelpunkt
Auch strategisch ließ sich eine erste Akzentverschiebung erkennen. Ternus beschrieb das iPhone während der Keynote als persönlichen intelligenten Mittelpunkt, der Apple Intelligence, persönliche Daten, Apps und verbundene Geräte zusammenführt. Nicht wenige Medienvertreter sehen darin eine stärkere Rückbesinnung auf das iPhone als Zentrum von Apples Produktstrategie.
Das unterscheidet sich zumindest in der Tonlage von den vergangenen Jahren, in denen Apple seine wachsenden Dienste und das breitere Geräteportfolio regelmäßig stärker herausgestellt hat. Einen harten Kurswechsel kündigt Ternus damit allerdings nicht an. Sein erster Auftritt wirkt vielmehr wie der Versuch, Bekanntes neu zu gewichten.
Auch die ersten Reaktionen fallen entsprechend aus. Ternus wird überwiegend als unaufgeregt, sympathisch und produktorientiert beschrieben. Statt einer großen programmatischen Antrittsrede konzentrierte er sich auf Apples Produktverständnis und leitete anschließend schnell zur eigentlichen Präsentation über.


Ein eher emotionsloser Auftritt. Das „One More Thing“ habe ich schon deutlich emotionaler erlebt. Da hat mir wirklich die Leidenschaft gefehlt.
Na ja, das ganze Konzept Videos statt Bühne nimmt doch jede Spannung. Und die blöden Übergänge machen das noch schlimmer.
Finde ich auch. Es ist so schade, dass es keine Live Events mehr wie früher gibt.
Passt aber irgendwie zu Apple. Aalglatt geworden der Konzern.
Der 5. Dalton. ;-)))
Also Ich empfand den Auftritt des neuen CEOs eher als 1 zu 1 Kopie Tim Cooks. Nichts herausstechendes neues in der Präsentation. Ich hätte es mir gewünscht, dass die Präsentation wieder auf der Bühne stattfindet. Im Stile von Steve Jobs. So war mir das wie immer glatt gelutscht. Ohne Charakter, würde ich fast sagen.
Das wird nicht mehr passieren. Akzeptiert einfach, dass diese Zeiten vorüber sind. Man muss auch einfach mal offen für was Neues sein.
Ich fand ihn prima, war nicht so überdreht.
Schließe mich an, hat er gut gemacht. Und er hat mehr als Cook erklärt, was mir positiv aufgefallen ist. Das Video-Format finde ich persönlich genau richtig. Besonders Dank Untertiteln.
… genau richtig für den ersten Auftritt, der Junge lernt ja eh die nächsten Jahre dann noch dazu ;-)
das war komisch mit dem personal intelligent hub. das klingt sehr unsexy
Wenn wir Steve Jobs als Gründer mit seiner charismatischen Art sehen, Tim Cook hat dies teilweise kopiert ohne diese vollständige Leidenschaft, dann war das gestern komplett blutleer, trotz Vorlage: „there is one more thing“ , ein Ruf aus dem Schlafsaal!
Er ist Techniker.
Wollen wir hoffen, dass die Innovationsfreude Apple wieder Leben einhaucht.
Präsentieren kann er nicht.
Geht wahrscheinlich nicht mehr beides.
Ich wiederhole mich, aber ich glaube dass Federighi dahingehend die besser Wahl gewesen wäre.
Ob er die Fähigkeiten zum CEO gehabt hätte oder überhaupt Interesse an dem Posten sei da erstmal dahingestellt.
Vielleicht sollte man Craig einfach die Präsentationen von den Events überlassen, und Ternus den restlichen Job des CEOs machen.
Aber die Teile von Ternus waren öde und dermaßen emotionslos, dass der Eindruck entsteht, dass er derjenige ist, der seinen Job abgegeben hat und einen Nachfolger erhält, jetzt aber noch ein letztes Mal gegen seinen Willen ran musste…
Mehr Craig hatten wir ja schon und kommt ja vielleicht auch wieder. Aber 10 Tage nach dem CEO-Wechsel und bei der Vorstellung komplett neuer Geräte dies nicht direkt durch den neuen CEO machen zu lassen hätte wahrscheinlich genauso Gemecker erzeugt.
Ziemlich farblos und blutleer der Gute gestern.
Boah, er ist wohl ein sehr guter Techniker, aber Präsentationen sind wohl nicht so sein Ding. Aber was nicht ist, kann noch werden.
Ich mag ihn irgendwie nicht zuhören.
Ihm…. Autokorrektur
Alter Stiernacken!
So unterschiedlich sind die Wahrnehmungen ;-) Ich mag es auch eher unterhaltsamer, Stichwort hairforce one, aber wenn die Produkte sachlich ohne Schnörkel präsentiert werden, ist das auch ok.
Und direkt $400 Aufpreis für „Apple Intelligence“, das es seit 3 Jahren gibt und immer noch eine riesen Baustelle ist.
Falls es erwartungsgemäß einige / viele Neuerungen nicht nach Europa schaffen, werden sich einige (seiner) Verkaufsargumente für neue Geräte in Luft auflösen. Ich warte mal ab, was hier bei uns ankommt.