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Datenschutz als Verkaufsargument

Meta plant Smart Glasses ohne Kamera – während erste Städte Verbote aussprechen

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Meta arbeitet offenbar an einer neuen Smart Glasses, die eines der umstrittensten Merkmale bisheriger Modelle weglässt: die Kamera. Das intern „Luna“ genannte Modell könnte bereits auf der Meta Connect in der kommenden Woche vorgestellt werden und soll sich stärker auf Sprachsteuerung, künstliche Intelligenz und Audiowiedergabe konzentrieren.

Meta Ray Ban Kamera

Über die Pläne hatte zunächst The Information berichtet. Reuters bestätigt die Angaben unter Berufung auf mit dem Projekt vertraute Personen. Demnach besitzt Luna sechs Mikrofone, Lautsprecher sowie eine Taste zum schnellen Aktivieren von Meta AI. Auch der neue KI-Agent Muse soll sich über die Brille nutzen lassen.

Weil Kameras und die dafür notwendige Technik entfallen, sollen die Bügel deutlich schlanker ausfallen und stärker an gewöhnliche Brillen erinnern. The Verge nennt Clubmaster und Burbank als geplante Rahmenformen. Eine Auslieferung könnte bereits im Oktober beginnen.

Sechs Mikrofone statt Kamera

Der Verzicht auf die Kamera kommt nicht aus dem Nichts. Meta musste zuletzt mehrfach auf Kritik an heimlichen Aufnahmen reagieren. Die integrierte Aufnahme-LED lässt sich zwar nicht regulär deaktivieren, Nutzer hatten aber Wege gefunden, den Hinweis zu manipulieren. Meta reagierte darauf mit technischen Sperren.

Gleichzeitig experimentiert das Unternehmen mit immer umfangreicheren KI-Funktionen. Unter dem Namen „Super Sensing“ testet Meta beispielsweise Systeme, die Umgebung und Gespräche kontinuierlich erfassen sollen. Luna verzichtet zwar auf Bilder, sechs dauerhaft verfügbare Mikrofone dürften die Datenschutzdiskussion daher nicht vollständig beenden.

Meta Smart Glasses

Sydney zieht Konsequenzen

Wie angespannt die Situation inzwischen ist, zeigt ein aktuelles Beispiel aus Australien. Der Stadtrat von Canterbury-Bankstown, einem der größten Verwaltungsbezirke Sydneys, hat am Dienstag ein Verbot von Smart Glasses in seinen Schwimmbädern und Freizeitzentren beschlossen. „Smart Glasses“ standen dort ausdrücklich auf der Tagesordnung.

Hintergrund sind Befürchtungen, dass insbesondere Kinder und andere Besucher unbemerkt in Schwimmbädern oder Umkleiden gefilmt werden könnten. Bürgermeister Bilal El-Hayek bezeichnete entsprechende Geräte in diesem Zusammenhang drastisch als „pervert glasses“. Ähnliche Einschränkungen gibt es bereits in Brisbane, Melbourne und weiteren australischen Kommunen. Ausnahmen für Menschen, die solche Systeme aus Gründen der Barrierefreiheit benötigen, sollen berücksichtigt werden.

Meta dürfte Luna frühestens auf der Meta Connect am 23. und 24. September offiziell vorstellen. Die Entwicklung zeigt allerdings schon jetzt, dass die Kamera nicht nur technisches Alleinstellungsmerkmal, sondern zunehmend auch Akzeptanzproblem für Smart Glasses ist.

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16. Sep. 2026 um 12:40 Uhr von Ben Fehler gefunden?


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  • Achso, ja stimmt, heimlich abhören ist weniger schlimm als heimlich filmen. Meta hats verstanden.

  • Hier bei uns sind Kameras in Schwimmbädern doch fast überall generell verboten.

    • In der Therme Euskirchen erlaubt, solange man keine Fotos von Dritten macht.

    • Der Kamera siehst du in der Regel aber an, dass es eine ist. Auch wenn jemand sein iPhone auf dich hält, wirst du erahnen, was er tut – und Leute hinter ihm können auch etwas sehen und was sagen. Bei so einer Brille merkt man oft gar nicht, dass sie smart ist. LEDs, die eine Auf ahne kennzeichnen sollen, kann man ablöten, oder einfach abkleben bzw. übermalen.

      • Die LEDs kann man nicht „anlöten“, übermalen oder sonstiges. Dann funktionieren die Kameras nicht mehr

      • Abkleben geht wohl seit Update Mitte des Jahres nicht mehr. Das heißt aber nicht dass es nicht andere Wege gibt.

  • Worüber regt man sich auf? In fast jedem Geschäft, jeder Einrichtung, jedem Fortbewegungsmittel, jeder Straße und jedem Platz stehen Kameras. Sicherheitskräfte und Personal haben Kameras am Körper und da stört man sich an einer Brille mit Kamera? Genau mein Humor. Man muss es daher nur als Sicherheitsfeature verkaufen und schon stört man sich nicht mehr dran.

    • Ich sehe es auch als absolut überzogen. Hab zwar keine aber man müsste es genauso mit der Handykamera, Aktionkameras oder dashcam machen, wenn man es so dramatisch auffasst. Darüber regt sich keiner auf

    • So ist es nicht. In Umkleiden gibt es keine Kameras. In „fast allen Straßen“ ist totaler Quatsch – nicht in Deutschland. Und auch dort werden sie oft kritisiert.

    • Ich checks auch nicht. Die Brille knallt einem die LED wirklich ins Gesicht. Das Ding übersieht man nicht. Ein Handy halte ich maximal dezent hin und kann alles und jeden Filmen ohne dass es groß auffällt.

      • Welche LED
        Setz dich mal einen Meta Nutzer gegenüber, da sieht man Nix
        Und bleib mal in seinem Blickfeld, du merkst nach wenigen Minuten ein gewisses Unwohlsein, du wirst dann dauernd beobachtet und das nicht nur von Träger der Brille

    • Nur mit dem Unterschied dass Bodycams und Überwachungskameras nicht von notgeilen Spannern genutzt werden, die ihre bekloppten Meta Kameras auf die Intimzonen von Frauen richten.

    • Ich nehme mal an das ist nicht ernst gemeint von dir, ich antworte trotzdem mal.

      Es ist wohl ein riesiger Unterschied, ob feste Kameras an Bahnhöfen und co. zur Sicherheit des öffentlichen Raums Installiert sind oder Polizisten Bodycams tragen (auch als mögliches Beweismaterial gegen sie selbst!) oder XY mit seiner permanenten Cam / Abhör Brille in Schwimmbäder/ Spielplätze/ öffentliche Plätze/ Gym/ Bahn etc. rumläuft / sitzt.

      Ich will nicht wissen, wie viele Arbeitgeber solche Brillen verbieten werden und unzählige andere Branchen.
      Hoffentlich zieht die Gastronomie Branche mit.

    • Die eine Aufnahme wird nicht veröffentlicht. Die andere schon.

  • Ist dann nur wiederum für Leute blöd, die darauf angewiesen sind, weil es ja als Hilfsmittel dienen kann. Das wird noch generell eine interessante Diskussion werden. Zumal dieses Gerät ja keine Kamera hat.

  • KI-Brillen ohne Kamera sind immerhin weniger problematisch in Prüfungssituationen in Schulen + Unis als mit Kamera…

    • Betrachtet man die aktuelle PISA-Studie, helfen auch Kamerabrillen unseren Schülerinnen und Schülern wenig. Als Lehrer kann ich das leider nur zu gut bestätigen. Medienkompetenz ist extrem wichtig, allerdings darf man sich nicht „blind“ auf Medien – insbesondere KI – verlassen!

  • Diese Brillen allgemein zu verteufeln finde ich schlecht, gerade für Sehbehinderte ist das eine tolle Sache. Blinde die sich was vorlesen lassen können, und sei es auch nur ein Busfahrplan. Eine Speisekarte ohne das man Hilfe braucht. Einfach nur wenn man sie ansieht. Immer nur aus der Sicht eines gesunden Menschen alles zu sehen ist verkehrt. Es ist wie mit dem iPhone, viele Blinde nutzen es, wegen der Bedienungshilfen. So könnte so eine Brille hilfreich für sehbehinderte Menschen sein.

    • Lesen oben:

      Ausnahmen für Menschen, die solche Systeme aus Gründen der Barrierefreiheit benötigen, sollen berücksichtigt werden.

      • Ja habe ich gelesen, aber scheinbar nicht jeder hier, denn sonst würden hier weniger Kommentare der negativen Art stehen.

  • Ich verstehe einfach nicht, warum ich in Bereichen, in denen Photographie untersagt ist, bei jeder neuen Aufnahmemethode erneut aufwendig diskutieren muss.
    Das hatten wir doch schon bei den Drohnen. Modellflugzeuge dürfen schon seit ewigen Zeiten nicht einfach in Städten etc. fliegen. Warum musste man bei Hobbydrohnen wieder bei Null anfangen??

  • Ich könnte mir vorstellen, dass es eine Art Regelung geben wird, die die Aufnahme der Videodaten verbietet, und lediglich die temporäre Verarbeitung zulässt. So könnte man die AI-Features nutzen, ohne die Leute zu verunsichern. Natürlich würde eine entsprechende europäische Gesetzgebung das Erscheinen der Produkte etwas verzögern…(wieder mal)

  • Hab letztens gelesen, dass man rechtlich eigentlich verpflichtet wäre, die Verwendung einer solchen Brille deutlich kenntlich zu machen – z.Bsp. durch tragen einer Warnweste.

    Find ich gut! :-)

  • Ohne Kamera? Wozu denn? Da kann ich ja gleich das Handy zur Hand nehmen.

  • Verbot hin oder her. Irgendwann weiß keiner mehr, wo und wann er gefilmt wird.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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