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Vom Gratis-Launcher zum Verbrauchs-Abo

Raycast verärgert Nutzer mit neuem KI-Preismodell

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Raycast ist einmal als kostenloser Mac-Launcher gestartet. Apps öffnen, Dateien finden, rechnen, Systembefehle ausführen und Erweiterungen einbinden: Damit machte sich die Anwendung früh einen Namen.

Raycast Small 2500

Als wir Raycast 2021 erstmals vorgestellt haben, waren für Privatanwender weder Login noch Abo erforderlich. Inzwischen hat sich das Geschäftsmodell deutlich verschoben. KI-Funktionen spielen eine zentrale Rolle und mit Max bietet Raycast nun einen Tarif für 50 Dollar im Monat an.

Auslöser für die aktuelle Kritik ist eine neue Abrechnung der KI-Nutzung. Kern der Änderung ist der Wechsel von einer bislang pauschal geregelten KI-Nutzung zu einer verbrauchsabhängigen Abrechnung über monatliche AI Credits.

Zu den neuen Abos: Pro bleibt bei 10 Dollar monatlich und enthält 500 AI Credits. Das bisherige Advanced AI heißt künftig Pro+ und kostet weiterhin 20 Dollar mit 3.000 Credits. Max bringt für 50 Dollar 7.500 Credits. Wie schnell diese aufgebraucht werden, hängt vom gewählten Modell und vom Umfang einer Aufgabe ab, einige Nutzer berichten jedoch darüber, 1.000 Credits problemlos in unter 24 Stunden zu verbruchen.

Raycast Preise 2500

Raycast begründet den Wechsel damit, dass agentische Aufgaben inzwischen mehrere Modellaufrufe benötigen und dadurch höhere Kosten verursachen.

Kritik trifft vor allem langjährige Nutzer

In der eigenen Community fällt die Reaktion teilweise scharf aus. Ein langjähriger Abonnent beschreibt etwa, Raycast vor allem wegen seines Erweiterungs-Ökosystems genutzt und die KI stets nur als Zusatz betrachtet zu haben. Besonders kritisiert wird, dass eigene API-Schlüssel inzwischen ebenfalls ein kostenpflichtiges Pro-Abo voraussetzen. Wer also bereits direkt für Modelle oder API-Nutzung bezahlt, muss zusätzlich Raycast abonnieren, um diese innerhalb der Anwendung verwenden zu können.

Raycast App Screen

Auch Bestandskunden mit laufenden Jahresabos monieren, dass sich die Nutzungsbedingungen während ihrer bereits bezahlten Vertragsperiode verändert haben. Raycast hat darauf reagiert, allerdings nur begrenzt: Bestehende Jahreskunden erhalten bis zum Ende ihrer Laufzeit 50 Prozent mehr Credits. Damit steigen Pro-Konten von 500 auf 750 und Pro+-Konten von 3.000 auf 4.500 Credits pro Monat.

Vorwürfe wegen gelöschter Kritik

Zusätzlichen Unmut erzeugt der Umgang mit der Debatte. In der Raycast-Community werfen Nutzer den Moderatoren vor, negative Beiträge zu entfernen. Ob und nach welchen Regeln Beiträge tatsächlich gelöscht wurden, lässt sich allerdings nicht feststellen.

Raycast. Ai

Dennoch lässt sich feststellen, dass sich Raycast immer weiter von dem Werkzeug entfernt, das einmal als weitgehend kostenloser Produktivitätshelfer angetreten war.

Parallel baut das Unternehmen seine KI-Funktionen mit Automations und Projects aus. Automations führen Aufgaben nach Zeitplan aus, Projects bündeln Chats, Dateien und Erinnerungen für längerfristige Vorhaben. Der Funktionsumfang wächst also weiter, die Kosten allerdings auch.

14. Sep. 2026 um 14:32 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


    9 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Günstige Alternative mit einem fairen Pricing: https://supercmd.sh/de

    Kostet 19 US-Dollar (Einmalkauf) und die App unterstützt auch Raycast-Erweiterungen. Ich nutze es seit ein paar Tagen und bin happy.

  • Wenn ich KI brauche dann nehme ich Claude oder rChatGPT aber doch nicht einen MacLauncher

    Wozu sollte man?

  • Das selbe mit Warp. Eigentlich schickes Terminal – aber es wird anstatt die User Experience zu verbessern auch nur noch mit KI und Agents vollgestopft. Aber das brauche ich alles nicht.

    Schlimmer noch: ab und zu drängelt sich beim Ausführen einer Commandozeile sich der Agents dazwischen und mecker: kein Guthaben. Frechheit. Ich will nur ein Kommando ausführen und nicht den albernen Agent starten.

    Enshittification.

    Sollen die das doch Trennen: Terminal und Agent lädt man dazu.

    Aktuell ist der Download bei über 600MB angelangt. Für ein einfaches Terminal.

  • Ne zeitlang hatte ich das Raycast Backend 20% CPU gefressen hatte.

    Hab dann 2-3 Tage Mal ganz beendet. Dann ging es wieder.

    Ich glaube ich suche nach Alternativen.

    • Indexierung vom Filesystem Vieleicht ? Is ja auch der gleiche Grund warum Macs und IOS Geräte nach Major Updates die ersten Tage schlechtere Akkulaufzeit und Performance haben.

  • Wieder zurück zu Spotlight wäre ja am einfachsten.

    Aber die bekommen es seit Jahren nicht hin dass man NUR nach Apps und nach 2-3 Shortcuts suchen kann.

    Es werden immer irgendwelche unnützen Dateien mit aufgelistet die man nicht braucht. Nach „Ray“ gesucht und irgendwelche Python Dateien werden angezeigt die man nicht braucht. Obwohl man in den Systemeinstellungen bei Spotlight alles ausser Apps und Shortcuts ausgeschaltet hat.

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