Review: FixTunes im Spotlight

Aber genau hier fängt die Problematik an. FixTunes kann es anscheinend nicht.
Zum Konzept:

Dieser Vorgang nahm bei unserer, ca. 24.000 Songs umfassenden Musikbibliothek, eine gute halbe Stunde in Anspruch. Nach dem Einlesen der Tracks können nun alle oder nur ausgewählte Songs markiert, und zur Identifizierung an einen FixTunes-Server geschickt werden. Der Identifizierungs-Prozeß ist das Kernstück der FixTunes-Philosophie.
Informationen über die ausgewählten Lieder werden an den FixTunes-Server geschickt und sollen dann die entsprechenden ID3-Tags zurückliefern. Ist die Identifizierung beendet werden die Lieder nochmals unterteilt.
In Treffer, bei denen der Song eindeutig zugeordnet werden konnte, und Lieder die FixTunes nicht kennt. Nun kann man sich durch die Treffer-Liste scrollen und sich aussuchen ob FixTunes die gefunden Informationen in die ID3-Tags der Lieder eintragen soll.
Und in der Praxis?
In der Praxis geht das Konzept nicht auf. Allein der Identifizierungs-Vorgang nimmt trotz breitbandiger Internetanbindung etliche Stunden in Anspruch. Nach gut 12 Stunden und 9386 durchgeführten Identifizierungsversuchen haben wir FixTunes beendet um uns dem bis dahin gelieferten Ergebnis widmen zu können. Dieses fällt recht mager aus.
Gerade einmal 6667 Songs und damit knapp 72% werden als klar Identifizier gekennzeichnet. Die restlichen 2719 Songs kennt die FixTunes-Datenbank nicht. Das verwundert um so mehr, da alle Songs unserer Bibliothek von selbst gerippten CDs stammen, die zu 99% in der CDDB gelistet sind. Und auch die gefundenen Treffer können uns nicht wirklich überzeugen. Gerade bei deutschen Tracks stimmt hier vorne und hinten so gut wie nichts. So werden zum Beispiel Lieder von „Reinhard May“ einem etwas älteren Album der „Roots“ zugeordnet.
Der Nutzen:

Fazit:
Hier schließen wir also den ViewTunes-Test und raten gleichzeitig von einem Kauf der Software ab. Die an sich schön designte Applikation ist momentan noch zu undurchdacht und fehleranfällig. Schade eigentlich, denn Idee dem eigenen Rechner die Arbeit der Musikpflege zu übergeben ist wirklich verlockend. Doch momentan scheint es beim Setzten der ID3-Tags ähnlich wie bei Fahrkartenverkauf der Deutschen Bahn: Es wäre klasse einfach alles dem eigenen Rechner zu überlassen, doch sicherer ist man, wenn man sich selber drum kümmert.
Bilder:
Eine Reihe FixTunes-Screenshots gibt es in unserer Bilder-Galerie.