iPad-Vorgabe reicht nicht aus
Samsung gewinnt: Datteln muss Schul-Tablets neu ausschreiben
Der Streit um neue Schul-Tablets in Datteln ist entschieden. Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat die bisherige Ausschreibung aufgehoben. Die Stadt wollte 665 iPads samt Schutzhüllen beschaffen und damit bestehende Geräte ersetzen sowie zusätzlichen Bedarf decken. Samsung hatte dagegen eine herstellerneutrale Ausschreibung verlangt und bekommt nun vorläufig Recht.
Damit bestätigt sich die Bedeutung des Falls, über den wir Anfang Juli berichtet hatten. Datteln setzt bereits umfangreich auf Apples Tablets und wollte deshalb auch bei der nächsten Beschaffungsrunde im vorhandenen System bleiben. Die Stadt argumentierte unter anderem mit ihrer zentralen Geräteverwaltung, bereits etablierten Abläufen und dem zusätzlichen Aufwand, den ein Wechsel oder Mischbetrieb verursachen könnte.
Bestehendes Apple-System keine Begründung
Grundsätzlich dürfen öffentliche Auftraggeber eine Ausschreibung nicht ohne Weiteres auf die Produkte eines einzelnen Herstellers zuschneiden. Ausnahmen sind möglich, müssen nach Ansicht des Gerichts aber konkret begründet und gegebenenfalls nachgewiesen werden.
Genau daran scheiterte Datteln. Der Vergabesenat hält die Angaben zum möglichen Wechsel des Mobile Device Managements für zu allgemein. Es fehlten konkrete Zahlen zum Zeitaufwand und zu den dadurch entstehenden Kosten. Auch mögliche Probleme beim parallelen Einsatz unterschiedlicher Tablet-Marken seien nur pauschal beschrieben worden. Teile der vorgelegten Berechnungen bewertet das Gericht zudem als nicht plausibel.
Das bedeutet nicht, dass Kommunen bestehende Systeme bei späteren Beschaffungen grundsätzlich ignorieren müssen. Das Gericht verlangt aber eine nachvollziehbare Einzelfallprüfung. Eine vorhandene Apple-Infrastruktur allein genügt nicht als Freifahrtschein für weitere reine iPad-Ausschreibungen.
Stadt muss Bedarf und Alternativen erneut prüfen
Die Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist rechtskräftig. Will Datteln die Tablets weiterhin beschaffen, muss die Stadt das Verfahren neu aufsetzen und erneut untersuchen, ob tatsächlich ausschließlich iPads infrage kommen oder auch Geräte anderer Hersteller berücksichtigt werden können.
Der Beschluss dürfte damit auch über Datteln hinaus Beachtung finden. Viele Schulträger haben über Jahre nicht nur Tablets angeschafft, sondern Verwaltung, Apps und Support auf ein bestimmtes Ökosystem abgestimmt.
Das OLG stellt nun klar, dass dieser Bestandsschutz nicht automatisch für jede künftige Bestellung gilt. Wer sich weiter auf einen Hersteller festlegen will, muss den daraus entstehenden technischen und wirtschaftlichen Vorteil deutlich genauer belegen.


Da fällt mir schon wieder nichts mehr zu ein…..genau wie die Nachrichten aus SA heute Morgen……
Ok.
Wieso ? Die Nachrichten aus SA sind doch wunderbar
Du verstehst es einfach nicht…..aber gut….
Bei uns (HH) werden auch iPads eingesetzt und ich kann nur sagen: lieber Bücher verwenden.
Nicht der Ort um politisch zu werden (auch nicht in einen Nebensatz).
Deutschland deine Bürokratie. Welch ein Unsinn…
Nein, das ist schon so korrekt. Ansonsten stünden ja der Vetternwirtschaft Tür und Tor offen.
Wenn man einen Anforderungskatalog erstellt und dabei (wider Erwarten) Samsung als der Sieger hervorgeht, muss man das eben auch mal akzeptieren. Ich weiss noch, wie meine Familie damals völlig lächerlich auf die Barrikaden gegangen ist, weil die Schule verlangte, dass wir einen Pelikan-Tuschkasten kaufen.
Wenn die eigene Firma plötzlich von einer Auftragsvergabe ausgeschlossen ist, ist das Geheule groß.
Und was hat das genau mit Eindämmung der Vetternwirtschaft zu tun, wenn die Samsung-Tablets dann möglicherweise über den gleichen Händler bezogen werden?
Der Vetter ist in diesem Fall der Hersteller Loui
Ich finde diese Ausschreibungsthematik im ÖD in Deutschland, obwohl ich sie teilweise versehe, so dumm. Meine persönliche Meinung. Als externer DL sehe ich mittlerweile so oft wie genau dadurch einfach nur „Schaden“ im ÖD angerichtet wird anstatt das hilft.
Warum DE? In der kompletten EU ist das so und das ist auch gut so.
Konkret? Warum Schaden?
Die Idee der Ausschreibung ist, dass die Behörde ihre Anforderungen formuliert und alle Anbieter sich auf diese Aufträge bewerben können und in einem Preiskampf zu einander stehen. Das sorgt dann dafür, dass die Anforderungen so günstig wie möglich erfüllt werden können und Vetternwirtschaft verhindert wird.
Und jetzt höre ich schon die ersten von euch insistieren: Wer billig kauft, kauft zweimal … bla bla …
Probleme ergeben sich nur, wenn man nicht in der Lage ist, die Anforderungen richtig und vollständig zu definieren. Das ist aber ein Level-8-Problem – kein Systemversagen.
Und der Lehrer wird nun auch IT Mitarbeiter, im Schulalltag eher hinderlich
Und nun sollen zwei unterschiedliche Systeme gepflegt werden?
Welch ein unnötiger Aufwand!
Solche Entscheidungen sind nicht nachzuvollziehen. Die Folge wird sein, dass keine weiteren Tablets angeschafft werden.
Im Notfall müssen die Eltern eben ein iPad selbst kaufen, so ist es auf unserer Schule und funktioniert gut. Entweder müssen Bücher oder iPads angeschafft werden. Die digitale Lizenzen sind sehr günstig und somit hat sich die Anschaffung des iPads in drei Jahren amortisiert.
Vor allem bei Büchern ist es ja auch kein Problem. Die müssen ja auch nicht in jeder Jahrgangsstufe neu ausgeschrieben werden!
Werden Schulbücher ausgeschrieben? Wie genau läuft das ab?
Sooo albern allein wegen dem Wiederverkaufswert
Ist doch klar warum die Schule iPads will:
– Apple stellt eine eigene Cloud zur Verfügung, Samsung nicht!
– Apple ist mit Classroom bestens für Schulen vorbereitet, Samsung nicht.
– Apple ist von Werk aus Bloatware frei, Samsung nicht.
– Apple OS Updates werden auf alle kompatiblen Geräte zeitgleich verteilt, bei Samsung nicht.
Usw. Usw. Usw.
Klar ist Wettbewerb wichtig, man sollte aber – gerade seitens Samsung – sich hinterfragen warum Apple in öffentlichen Einrichtungen das bevorzugte Device ist.
Also grundsätzlich gebe ich dir recht. Allerdings haben die Kinder an unserer Schule nach einigen Tagen rausgehabt wie man die Classroom App umgeht/austrickst. Trotzdem halte ich Applegeräte für geeigneter als Android.
Und hätte man es so oder ähnlich begründet von Anfang an dann wäre alles schon erledigt und die Geräte da . Das Vergabe Prinzip ist gar nicht das Haupt Problem sondern der Mensch dahinter .
Kannst du in der Leistungsbeschreibung entsprechend in den Zuschlagskriterien gewichten oder als Mindestkriterium definieren. Da muss die Vergabestelle halt Grips haben oder extern einkaufen.
Da kann aber alles in eine Ausschreibung aufgenommen werden. Da können die Bedingungen ganz klar formuliert werden. ZB Updated über mindestens x Jahre, Kosten nicht mehr als x EUR, bereitstellen einer Schul-Cloud mit mindestens x GB Speicher pro Gerät/Schüler, etc. pp. Muss man sich eben vorher Gedanken drum machen. Wenn es dann ausgeschrieben ist, schaut man, ob und welche Angebote dazu eintreffen. Kommt nix, muss erneut ausgeschrieben werden.
Das ist der Mist bei solchen Sachen.
Gerade bei mobilen Geräten hat man entweder iOS oder android.
Beide Systeme gleichzeitig zu verwalten, darauf zu trainieren usw, ist halt Mega aufwändig.
Aber sich einmal entscheiden und dann bei einem System bleiben geht wegen teilweise dämlicher Ausschreibungsvorschrifteb nicht, weil manche validen Gründe für den Verzicht auf einen Ausschreibung nicht gelten.
Und dass, wer auch immer erstmal darüber nachdenkt, dass man diese „neuen“ Gründe vorher einmal in die Vorschriften für Ausschreibungen einführt, passiert leider, vielleicht auch verständlicherweise, nicht.
Können Kommunen überhaupt diese Vorschriften ändern, damit ihnen nicht später ein Gericht in den hintern beißt?
Dieses ganze Thema Aussschreibungen bedarf halt echt doll Reformierungen. Es ist zu starr für verschiedene Anwendungsbereiche. Es muss immer das günstigste Angebot genommen werden. Egal, ob die entsprechende Firma dann nur Mist baut oder demnächst pleite geht und das Geld dann weg ist.
Egal, dass das günstigste Angebot so überhaupt nicht ins bestehende System passt und nur für Aufwand sorgt.
Es mag sein, dass so vielleicht auch die Chance besteht, dass man bei dieser Gelegenheit ein neues besseres System einführen kann. Aber das muss doch im Einzelfall geprüft werden!
Endlich ein konstruktiver Beitrag hier. Ich sehe das genauso, dass Pflege zweier unterschiedlicher Systeme nicht machbar oder sinnvoll ist. Aber wenn iciness Urteil richtig verstehe, geht es zunächst nur darum, dass auch andere Anbieter an der Ausschreibung teilnehmen dürfen müssen. Ergebnis der Ausschreibung kann nach wie vor sein, dass ein Wechsel die schlechtere Alternative ist. Das muss dann nur begründet sein.
So verstehe ich das auch. Samsung hat gegen die Ausschreibung geklagt und gewonnen. Dass bedeutet, dass die Stadt die Ausschreibung anders formulieren muss, nicht dass sie irgend etwas von Samsung kaufen müssen.
Ich bin auch nicht für 2 Systeme, leider ist deine Argumentation leider Blödsinn.
1. wer zu Doof ist, eine richtige Ausschreibung zu machen sollte es eben lassen oder jemanden holen der was davon versteht
2. Öffentliche Ausschreibungen müssen schon lange nicht mehr zwangsläufig an den Preis günstigen gehen,
Und keiner redet von den Folgekosten, wenn die Geräte nach wesentlich weniger Jahren aus dem Verkehr gezogen werden müssen, der Support mangelhaft ist sowie die das Basiskonzept der Softwareverteilung und Rechtevergabe auf der Kippe steht. Sind – wie hier an der Schule – die TVs mit AppleTV etc ausgerüstet, können diese ebenfalls nicht mehr verwendet werden weil das im TV integrierte Miracast etc. keine wesentlichen Schiutzfunktionen besitzt und das Ansprechen einem Glücksfall gleicht.
Wo soll man da Geld sparen?
Kannst du alles in die Vergabebedingungen mit aufnehmen. Die Vergabestellen der Kommunen sind unfähig qualitative Bedingungen sauber zu definieren und schreiben gern fast nur über den Preis aus. Gerade auch im Bau, da sonst das Budget überreizt ist. Dumm, wenn dann hinterher die Firma pleite geht oder pfuscht. Dann sind die Kosten höher.
Das könnte ein Wikipedia-Artikel über Deutschland sein. So läuft es hier überall, Logik reicht nicht, natürlich muss ein Business-Case her. Der wird aber dreimal umgedreht und durch sieben Bürokratenhände geschickt. Der ganze Prozess um die iPads zu beschaffen kostet am Ende die IPads + die Bürokratie. Richter, Anwalt, Gutachter, Notar, Gemeinde, wer weiß wer sich da noch finden lässt. Nur weil ein chinesisches Unternehmen meint, sich reinhängen zu müssen, welche Geräte eine Schulen in Deutschland einsetzt. Und am Ende gewinnen sie die Ausschreibung noch. Ergebnis Unmengen an Kosten für den Prozess verursacht, Mehraufwand für die Schule und andere Produkte die sie eigentlich haben wollten. Herrlich, ich stell mir das gerade andersherum vor. Deutsches Unternehmen klagt in China gegen eine Schulentscheidung.
Ja, dein Einwand ist richtig, allerdings ist Samsung ein südkoreanisches Unternehmen.
Dass dann auch die ganze Software neu gekauft werden muss ist ja nur Nebensache oder oft müssen das sogar die Eltern bezahlen. Die werden sich freuen doppeltes Software zu kaufen.
Diese ewigen, komplizierten und langwierigen Ausschreibungen – daran scheitern so viele Projekte in Deutschland. Und hinterher wird es alles erheblich teurer. Selbst bei Schultablets – die Software muss neu umgestellt werden, eine neue Geräteverwaltung usw. Unglaublich!
Eine Möglichkeit wäre, gar keine Tablets zu nutzen, sondern einen Raspberry Pi. Für Kinder finde ich es überhaupt nicht von Vorteil, wenn sie schon so früh in eine Blase gezwungen werden.
Für mich ist das die einzig richtige Entscheidung. Wenn Datteln selbst im Verfahren keine Zahlen vorlegen konnte, zeigt das ja, dass keiner wirklich überprüft hat, ob ein Mischbetrieb oder gar Wechsel nicht für den Steuerzahler günstiger wäre. Hätte Datteln seinen Job gemacht und das ganze sauber eingetütet, hätte Samsung vor Gericht keine Chance gehabt. So wollte man es sich einfach machen, evtl. auf dem Rücken der Steuerzahler.
Was für ein Wahnsinn. Wenn sich die Stadt nach Abstimmung mit den Schule für ein Gerät festlegt und sich dieses wünscht, wieso soll man dann ein anderes ausschreiben, welches nicht gewollt wird? Da ich auch in dem Bereich tätig bin, fällt mir dazu nichts mehr ein. Wir haben neulich auch beim Sachaufwandsträger 100 neue iPads geordert. Dieser hat bestellt und diese 4 Wochen später ohne Rückfragen geliefert. Alle glücklich.
Der Trick ist vermutlich nicht zu viele auf einmal zu ersetzen, dann kann man es als Wartung / Instandhaltung deklarieren. Im Baurecht ist das auch oft so, wenn man mehr als einen bestimmten Prozentsatz eines Bauteils (z.b. Dach oder Fenster) erneuert muss man alles austauschen und die aktuellen Vorgaben einhalten.
Wahnsinn, wo geht es mit unseren weltfremden, Vorsitzenden Entscheidern nur hin?
Ja ist doch ok. Neu ausschreiben und sich dann aufgrund geringerer Reibungskosten bei der Implementierung trotzdem für Apple entscheiden.
Das Problem ist doch eher das die ganze Software statt Web basiert auf iOS läuft. Das trifft auch meine Verwandtschaft die für 3 Kinder iPads kaufen muss. Die sind zwar gut aber ist halt auch teuer und passt nicht ins eigene Ökosystem. Das ganze zeigt eher unser technisches Unvermögen
Das Problem ist schlicht und ergreifend, dass man ganz offensichtlich die Ausschreibung nicht zielorientiert verfasst hat. Es gibt mehr als genügend Möglichkeiten, exakt das, was man „möchte“ so zu verpacken, dass es unangreifbar ist. Einfach die „Muss-Kriterien“ ausreichend definieren!
Es will doch eh niemand freiwillig mit einem Samsung tab arbeiten.
Ich tu es, und es gefällt mir.
Schau auch mit rosiger Applebrille gern über den Tellerrand! Das von mir genutzte Samsung Tab S11 Ultra hat gerade beim arbeiten (definiere diesen Begriff gern, was meinst Du exakt damit?) mit Office 365, hier vor allem Word und Powerpoint, Mailverkehr, Banking und unterwegs am Abend für Multimedia einem iPad gegenüber derart viele Vorteile das ich über das von meiner Frau genutzte Air nur den Kopf schütteln kann. Und Samsung DeX hat ebenso eine Alleinstellungsmerkmal wie Multiwindow, dies ist so in der Umsetzung bei Apple absolut unbekannt. So geht es wohl vielen Nutzern aber auch das gegenteil wird der Fall sein. So darf jeder gern das von ihm präferierte System nutzen.
Microsoft Office 365 gibt’s auch für iOS und gerade die Tablet Versionen sind besser für die iPads als die meisten Android Tablets optimiert. Und gute Banking Anwendung für iOS gibt’s zu Hauf. Fährt Samsung wieder Astroturfing Kampagnen, oder bist du einfach nur ein wandelndes Layer-8 Problem? Und DeX ist gegenüber Stage Manager auch nicht so beeindruckend. „Unbekannt“ scheint vor allen Dingen bei dir so einiges zu sein.
@ Pazuzu: Nachdem Du Dich wohl angegriffen fühlst und in einem beleidigendem sowie übergroffigem Ton ohne jeglichen Konsensversuch antwortest erübrigt sich jeglicher weiterer Kommentar auf Deinen Post.
Ein schlichtes „ja“ hätte als Antwort von dir genügt. Ich hoffe Samsung zahlt diesmal besser.
Ich adminstriere selbst seit Jahren verschiedene IT-Systeme an Schulen und kenne die Praxis daher ziemlich gut. Oft hört man das Argument, dass unterschiedliche Systeme viel zu viel Arbeit machen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Das stimmt so nicht. Dank moderner Verwaltungstools ist es heute kein großer Akt mehr, verschiedene Betriebssysteme parallel bereitzustellen und zu überwachen. Auch finanziell macht das kaum einen Unterschied.
Für die Schülerinnen und Schüler bringt diese Offenheit dagegen riesige Vorteile:
Echte Medienkompetenz: Wer von klein auf lernt, mit verschiedenen Systemen zu arbeiten, versteht digitale Konzepte viel besser. Wenn Kinder selbst entscheiden dürfen, mit welchem Werkzeug sie arbeiten wollen, fördert das die Eigenverantwortung – statt sie stur an einen einzigen Hersteller zu gewöhnen.
Weniger Kosten für Familien: Geräteneutralität schont den Geldbeutel der Eltern. Niemand wird gezwungen, teure Markenhardware zu kaufen, nur damit das Kind im Unterricht mitmachen kann. Was zu Hause schon da ist, kann meist einfach genutzt werden. Das sorgt für echte Chancengleichheit.
Die Entscheidung für plattformunabhängiges Arbeiten an Schulen ist deshalb absolut richtig.
Wichtig ist mir auch noch ein Punkt zur aktuellen Debatte rund um Ausschreibungen: Dass hier technologieneutral ausgeschrieben werden muss, ist keine reine deutsche Erfindung oder Schikane, sondern basiert auf EU-Recht. Ziel davon ist es schlicht, fairen Wettbewerb zu sichern und zu verhindern, dass öffentliche Einrichtungen finanziell von einem einzigen Großkonzern abhängig werden (Vendor Lock-in).
Am Ende profitieren alle davon: Die Schulen bleiben flexibel, die Eltern sparen Geld und die Kids lernen, sich souverän in der digitalen Welt zu bewegen.
Danke für diesen sachlichen Beitrag!
Danke für Deine klugen Worte
Danke für das verfehlte Thema, im konkreten Fall werden die Kosten vollständig durch die Kommune übernommen, sodass kein Kind in einen finanziellen Nachteil gerückt worden wäre. Nun gut, Dank Samsung müssen die Kids jetzt darauf warten, dass der neue Ausschreibungsprozess durch ist, ehe sie neue Hardware erhalten können. Das ist ein messbarer Nachteil.
Davon ab rechnet die Kommune mit ungefähr identischen Kosten, egal ob sie bei iPads bleiben oder für diesen Zyklus auf Galaxy Tabs wechseln. Also spart auch die Stadt Datteln und ihre Bürger erstmal nichts.
Das Gericht hat nicht festgelegt das Samsung Geräte gekauft werden müssen, es hat nur gesagt das die Begründung zur Anschaffung von IPads nicht ausreichend ist. Dort hat eventuell einfach ein Sachbearbeiter nicht präzise genug gearbeitet. Diese Begründung kann noch detaillierter ausgeführt werden. Und das ist im Grunde eine gute Sache, sonst würde man Vetternwirtschaft Tür und Tor öffnen. Das Beschaffungswesen muss einfach klar und nachvollziehbar begründen warum es eine Summe X (Steuergeld) eben für das Produkt ausgeben will und nicht für ein anderes. Thats it…
Das sind Probleme :-)
Vor 35 Jahren in der Meisterschule in Mathe Ansage vom Lehrer
Taschenrechner Casio fx 100
Wenn jemand einen anderen benutzt kann er nicht helfen bei den Funktionen
Die zwei von 30 die einen anderen benutzten haben ihn sich nach 3 Wochen nachgekauft :-)
Was soll ich sagen. Tip Top hat funktioniert und der Rechner funktioniert heute noch
Dassss ist Nachhaltig noch bevor das Wort erfunden wurde
Es gehört eben auch dazu, dass die Schüler:innen sich aussuchen können sollten, ob sie Android oder iPadOS verwenden wollen. Ein Mischbetrieb ist nicht unmöglich. Man muss dann eben Software nutzen, die auf beiden Betriebssystemen vorhanden sind, fertig. Ja, so einfach ist das. Gerade hier in Deutschland, wo mehrheitlich Android genutzt wird, finde ich es albern, dass Schulen ausschließlich auf iPads setzen wollen. Und das sage ich als Apple-Fan. Man muss das eben schon differenziert sehen und vor allem realistisch angehen.
Man muss die Ausschreibung halt so formulieren, dass es auf den einen Hersteller hinausläuft den man will. Die deutsche Bürokratie sollte doch in der Lage sein das so zu formulieren, dass die Vorgaben erfüllt sind.