Android-Abfragen als manipulativ gewertet
Google muss wegen Standort-Tracking 403 Millionen Euro zahlen
Die irische Datenschutzbehörde hat ein Bußgeld in Höhe von 403 Millionen Euro gegen Google verhängt. Nach Auffassung der Data Protection Commission (DPC) hat das Unternehmen bei der Erfassung von Standortdaten gegen die europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) verstoßen.
Ausgangspunkt des Verfahrens waren Beschwerden europäischer Verbraucherschutzorganisationen vom November 2018. Organisationen aus acht Ländern hatten beanstandet, wie Google Standortinformationen von Nutzern erfasst und die dafür erforderliche Zustimmung eingeholt hat. Koordiniert wurde das Vorgehen vom europäischen Verbraucherverband BEUC.
Kritik an der Einwilligung
Grundlage der Beschwerden war eine Untersuchung des norwegischen Verbraucherrats Forbrukerrådet. Demnach seien Android-Nutzer durch die Gestaltung der Einstellungen, missverständliche Informationen und wiederholte Hinweise dazu bewegt worden, einer dauerhaften Erfassung ihres Standorts zuzustimmen.
Die Verbraucherschützer werten Standortdaten als besonders sensibel, da sie weitreichende Rückschlüsse auf den Alltag einer Person ermöglichen. Regelmäßig erfasste Aufenthaltsorte können beispielsweise Besuche bei Ärzten, Krankenhäusern oder religiösen Einrichtungen erkennen lassen.
Google has tracked hundreds of millions of European consumers for years to find out as much as it can about them. (Agustín Reyna, BEUC)
Google nahm nach den ersten Beschwerden weltweit Änderungen an seinen Einstellungen vor. Aus Sicht der Verbraucherschützer wurden die beanstandeten Probleme damit jedoch nicht vollständig behoben. BEUC und mehrere Mitgliedsorganisationen reichten deshalb 2022 erneut Beschwerde ein.
Sechs Monate für Anpassungen
Die Verbraucherschützer begrüßen die Entscheidung in einer gemeinsamen Erklärung, kritisieren jedoch die Dauer des Verfahrens. Zwischen den ersten Beschwerden und dem Bußgeld liegen fast acht Jahre.
Neben der Zahlung von 403 Millionen Euro muss Google seine Verarbeitung von Standortdaten anpassen. Die irische Datenschutzbehörde hat dem Unternehmen dafür sechs Monate Zeit gegeben.

Richtig so!
Es trifft den Richtigen!
Ich finde bei den Gewinnen die die Big techs machen, sollten die Strafen immer bei min. 1 Mrd. anfangen.
Na endlich!!
Aber… wo bleibt die Entschädigung für uns Anwender?
Es sind schließlich UNSERE persönlichen Daten, die da gesammelt und gehandelt wurden…?
Genau das ist das Thema…Irland hat keinen Schaden dadurch, die Nutzer aber schon. Das gilt im übrigen auch für andere Strafen im Zusammenhang mit Datenschutzthemen. Am Ende ist der Endnutzer der Leidtragende aber Regulierung findet hier nicht statt. Werden die Betroffenen informiert? Oder die Daten unwiederbringlich gelöscht? Oder ist es einfach nur staatlicher Datenhandel?
Die Gelder kommen der Allgemeinheit zugute. Kannst also cool bleiben.
Portokasse
Da wird die Dummheit der User dem Hersteller zur Last gelegt. Jeder weiss doch einfach nein, kein Bedarf zu klicken, nie zustimmen. Na ja, Europa wird ein, zwei Jahren ohne Google, Apple, Microsoft und Meta da stehen. Und ich endgültig auswandern in ein Land wo der freie Markt noch funktioniert.
Tschüss! Lass dich nicht aufhalten.
Google macht an einem Tag 1000000000 Umsatz – das Urteil haut die bestimmt aus den Socken. Und dafür brauchen wir 8 Jahre …